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Miß Sara Sampson.
chcii. Es ist sciii Unglück, wo er sich ertappen läßt; so wütendist Mellcfont.
Sarg. Hast du ihm gesagt, was vorgegangen?
Norton. Alles.
Sara. Aber mit einer Art--
Norron. Ich habe auf die Art nicht denken können. Ge-nug er weiß es, was für Angst Ihnen seine Unvorsichtigkeitwieder verursacht hat.
Sara. Nicht doch, Norton; ich habe mir sie selbst ver-ursacht. --
Norton. Warum soll Mellcfont niemals Unrecht haben?— Kommen Sie nur, mein Herr; die Liebe hat Sie bereitsentschuldiget.
Dritter Auftritt.
Mellcfont. Norton. Sara. 2Zetty.XNellefom. Ach, Miß, wenn auch diese Zhre Liebe nichtwäre —
Sara. So wäre ich von uns beiden gewiß die Unglück-lichste. Zst Ihnen in Ihrer Abwesenheit nur nichts vcrdricß-lichcrs zugestoßen, als mir, so bin ich vergnügt.
Mellcfont. So gütig empfangen zu werden, habe ichnicht verdient.
Sara. Verzeihen Sie es meiner Schwachheit, daß ich Sienicht zärtlicher empfangen kann. Bloß Ihrer Zufriedenheit we-gen wünschte ich, mich weniger krank zu fühlen.
XNellefont. Ha, Marwood, diese Vcrräthcrcy war nochübrig! Dcr Nichtswürdigc, dcr mich mit der gchcimnißvollstcnMine aus einer Straße in die andre, aus einem Winkel inden andern führte, war gewiß nichts anders, als ein Abge-schickter von ihr. Sehen Sie, liebste Miß, diese List wandteSie an, mich von Ihnen zu entfernen. Eine plumpe List,ohne Zweifel; aber eben weil sie plump war, war ich weit da-von entfernt, sie dafür zu halten. Umsonst muß sie so treulosnicht gewesen seyn! Geschwind, Norton, geh in ihre Wohnung;laß sie nicht aus den Augen, und halte sie so lange auf, bisich nachkomme.