Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
77
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Miß Sara Saiiipsoii,

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S«m. Wozu dieses, Mcllcsont? Zch bitte für Marwood.Mellefont. Geh! (Norton geht ab.)

Vierter Auftritt.'

Sara. Mellefont. Betty.

Sara. Lassen Sie doch einen abgematteten Feind, der denletzten fruchtlosen Sturm gewagt hat, ruhig abziehen. Zch würdeohne Marwood vieles nicht wissen

Mellefont. Vieles? Was ist das viele?

Sara. Was Sie mir selbst nicht gesagt hätten, Mellefont.

Sie werden stutzig? Nun wohl, ich will es wieder ver-gessen; weil Sie doch nicht wollen, daß ich es wissen soll.

Mellefont. Zch will nicht hoffen, daß Sie etwas zu mei-nem Nachtheile glauben werden, was keinen andern Grund hat,als die Eifersucht einer aufgebrachten Verleumderinn.

Sara. Auf ein andermal hiervon! Warum aber lassenSie es nicht das erste seyn, mir von der Gefahr zu sagen, inder sich Zhr kostbares Leben befunden hat? Zch, Mellefont,ich würde den Stahl geschliffen haben, mit dem Sie Marwooddurchstoßen hätte--

Mellefont. Diese Gefahr war so groß nicht. Marwoodward von einer blinden Wut getrieben, und ich war bey kal-tem Blute. Zhr Angriff also mußte mißlingen Wenn ihrein andrer, auf der Miß Sara gute Meynung von ihrem Mel-lefont, nur nicht besser gelungen ist! Fast muß ich es fürchten

Nein, liebste Miß, verschweige!, Sie mir es nicht länger,was Sie von ihr wollen erfahren haben.

Sara. Nun wohl. Wenn ich noch den geringsten Zwei-fel an Zhrer Liebe gehabt hätte, Mellefont, so würde mir ihndie tobende Marwood benommen haben. Sie muß es gewißwissen, daß sie durch mich um das Kostbarste gekommen sey;denn ein ungewisser Verlust würde sie bedächtiger haben gehenlassen.

Mellefont. Bald werde ich also auf ihre blutdürstige Ei-fersucht, auf ihre ungestüme Frechheit, auf ihre treulose List ei-nigen Werth legen müssen! Aber, Miß, Sie wollen mirwieder ausweichen, und mir dasjenige nicht entdecken--