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2 (1838)
Entstehung
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Philotas .

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parmemo. Zc eher, je lieber wieder bey ihm zu seyn.Deine kindliche Sehnsucht, deine bange Ungeduld

Philotas. Mein Heimweh lieber gar. Schalk! warte, ichwill dich anders denken lehren!

Parmenio. Bey dem Himmel, das mußt du nicht! Meinlieber frühzeitiger Held, laß dir das sagen: Du bist noch Kind!Gieb nicht zu, daß der rauhe Soldat das zärtliche Kind sobald in dir ersticke. Man möchte sonst von deinem Herzennicht zum besten denken; man möchte deine Tapferkeit für an-gcborne Wildheit halten. Ich bin auch Vater, Barer eineseinzigen Sohnes, der nur wenig älter als du, mit gleicherHitze du kennst ihn ja.

Philotas . Ich kenne ihn. Er verspricht alles, was sei»Vater geleistet hat.

Parmenio. Aber wüßte ich, daß sich der junge Wildfangnicht in allen Augenblicken, die ihm der Dienst frey läßt, nachseinem Vater sehnte, und sich nicht so nach ihm sehnte, wiesich ein Lamm nach seiner Mutter sehnet: so möchte ich ihngleich siehst du! nicht erzeugt haben. Ztzt muß er michnoch mehr lieben, als ehren. Mit dem Ehren werde ich michso Zeit genug müssen begnügen lassen, wenn nehmlich die Na-tur den Strom seiner Zärtlichkeit einen andern Weg leitet; wenner selbst Vater wird. Werde nicht ungehalten, Prinz.

philoras. Wer kann auf dich ungehalten werden? Duhast Recht! Sage meinem Vater alles, was du glaubest, daßihm ein zärtlicher Sohn bey dieser Gelegenheit muß sagen las-sen. Entschuldige meine jugendliche Unbcdachtsamkcit, die ihnund sein Reich fast ins Verderben gestürzt hätte. Bitte ihn,mir meinen Fehler zu vergeben. Vcrsichre ihn, daß ich ihnnie durch einen ähnlichen Fehler wieder daran erinnern will;daß ich alles thun will, damit er ihn auch vergessen kann. Be-schwöre ihn

Parmenio. Laß mich nur machen! So etwas können wirSoldaten recht gut sagen. Und besser als ein gelehrterSchwätzer; denn wir sagen cS treuherziger. Laß mich nurmachen! Zch weiß schon alles. Lebe wohl, Prinz; ich eile

Philotas . Verzieh!