46k Emilia Galotti.
einer Schwiegermutter cincS Prinzen zu seyn, schmeichelt denmeiste». — Laß sie komme», Battista, laß sie komme»!
Battista- Höre» Sie! höre» Sie!
Claudia Galotti (innerhalb) Emilia! Emilia! Mein Kind,wo bist du?
Marinelli. Geh, Battista, u»d suche »ur ihre neugierigenBegleiter zu entfernen.
Siebender Austritt.Claudia Galotti. Battista. Marinelli.Claudia, (die in die Thüre tritt, indem Battista herausgehen will)Ha! der hob sie aus dem Wagen! — Der führte sie fort! —Ich erkenne dich. Wo ist sie? Sprich, Unglücklicher!Zdamsta. Das ist mein Dank?
Claudia. O, wenn du Dank verdienest: (in einem gelindenTone) — so verzeihe mir, ehrlicher Mann! — Wo ist sie? —Laßt mich sie nicht länger entbehren. Wo ist sie?
Battista- O, Ihre Gnade», sie könnte in dem Schooßcder Seligkeit nicht aufgehobner seyn. — Hier mein Herr wirdZhrc Gnaden zu ihr führen. (Gegen einige Leute, welche nachdringenwolle») Zurück da! ihr!
Achter Auftritt.
Claudia Galotti. Marinelli.
Claudia- Dein Herr? — (erblickt den Marinelli nnd fährt zurück^Ha! — Das dein Herr? — Sie hier, mein Herr? Und hiermeine Tochter? Und Sie, Sie sollen mich zu ihr führen?
Marinelli. Mit vielem Bcrgnügcn, gnädige Frau.
Claudia. Halten Sie! — Eben fällt mir es bey — Siewaren es ja — nicht? — der den Grafen diesen Morgen inmeinem Hause aufsuchte? mit dem ich ihn allein ließ? mit den,er Streit bekam?
Marinelli. Streit? — Was ich nicht wüßte: ein unbe-deutender Wortwechsel in herrschaftlichen Angelegenheiten —
Claudia. Und Marinelli heißen Sie?
Marinelli. Marchcsc Marinelli.
Claudia- So ist es richtig. — Hören Sie doch, Herr