Nachaii der Weise. 299
Wozu? — Der Herr verkennt mich. — Wer viel weiß,
Hat viel zu sorgen; und ich habe ja
Mich Einer Sorge nur gelobt. — O gut!
Hört! seht! Dort kömmt, zu meinem Glück, er selbst.
Bleibt hier nur stehn. Er hat Euch schon erblickt.
Zweyter Auftritt.
Der Patriarch, welcher mit allem geistlichen Pomp dm einen Krcuzgangheraufkömmt, und die Vorigen.
Tempelherr.
Zch wich ihm lieber aus. — Wär' nicht mein Mann! —Ein dicker, rother, freundlicher Prälat!Und welcher Prunk!
Klosterbruder.Ihr solltet ihn erst sehn,Nach Hofe sich erheben. Ztzo kömmtEr nur von einem Kranken.
Tempelherr.
Wie sich daNicht Saladin wird schämen müssen!
Patriarch, (indem er naher kommt, winkt dem Bruder)
Hier! —
Das ist ja wohl der Tempelherr. Was willEr?
Klosterbruder.
Weiß nicht.
Patriarch.
(auf ihn zugehend, indem der Bruder und das Gefolge zurücktreten.)
Nun, Herr Ritter! — Sehr erfreutDen braven jungen Mann zu sehn! — Ey, nochSo gar jung! — Nun, mit Gottes Hülfe, darausKann etwas werden.
Tempelherr.
Mehr, chrwürd'gcr Herr,Wohl schwerlich, als schon ist. Und eher noch,Was weniger.