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2 (1838)
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Nathan der Weise.

Patriarch.Zch wünsche wenigstens,Daß so ein frommer Ritter lange nochDer lieben Christenheit, der Sache GottesZu Ehr nnd Frommen blühn lind grünen möge!Das wird denn auch nicht schien, wenn nur feinDie junge Tapferkeit dem reifen RatheDes Alters folgen will! Womit wär' sonstDem Herrn zu dienen?

Tempelherr.Mit dem nehmlichen,Woran es meiner Jugend fehlt: mit Rath.

Patriarch.

Recht gern! Nur ist der Rath auch anzunehmen.

Tempelherr.

Doch blindlings nicht?

Patriarch.Wer sagt denn das? Ey freylichMuß niemand die Vernunft, die Gott ihm gab,Zu brauchen unterlassen, wo sie hinGehört. Gehört sie aber überall

Denn hin? O nein! Zum Beyspiel; wenn uns Gott

Durch einen seiner Engel, ist zu sagen,

Durch einen Diener seines Worts, ein Mittel

Bekannt zu machen würdiget, das Wohl

Der ganzen Christenheit, das Heil der Kirche,

Auf irgend eine ganz besondre Weise

Zu fördern, zu befestigen: wer darf

Sich da noch untersteh», die Willkühr deß,

Der die Vernunft erschaffen, nach Vernunft

Zu untersuchen? und das ewige

Gesetz der Herrlichkeit des Himmels, nach

Den kleinen Regeln einer citcln Ehre

Zu prüfen? Doch hiervon genug. Was ist

Es denn, worüber unsern Rath für itzt

Der Herr verlangt?