Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
438
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438 Weiber sind Weiber.

scnhcit an nichts, und ich habe über nichts zu klagen, als über ihr»ngestiemcs Anhalten, mich, da ich den ersien Manu noch habe, deinandern schon zn überlassen, öin ganz anders wäre cS, wenn er ge-storben wäre, oder wenn ich gewiß wüßte, daß er liiich gänzlich ver-gessen habe. So lange als eines von beyden nicht ist, so lange-----

Hr. Seit. Mag der Vater singe» und sagen--cS wird doch

nichts draus.

Hilarict. Es ist gut, daß sie mich der Mühe es selbst zu sagenüberheben.

Hr. Seit. Wenn er aber min gestorben wäre? He!

Hilaria. O alsdann---alsdann würde ich mein Herz ohne

Bedenken an einen andern schenke»; und zwar an den, der mir am

besten gefiele, nicht aber an den, den sie mir vorschreiben würden--

(geht ab)

Dritter Austritt.

Hr. Seitenarm. Laura, Lisette.Hr. Selt. Das ist brav!

K.aura. Ach Eott, wie leichtsinnig ist meine Schwester! Nein,mein liebster Leander, du magst seyn wo dn willst, es mag dir gehenwie es gehe, ich will allezeit als eine treu? und rechtschaffne Fran andir handeln. Gott lasse mir nicht die traurige Nachricht von deinemTode erfahren! Mit Kummer und Traurigkeit würde ich den übrigenRest meiner Tage zubringen. Und die größte Wohlthat, die mir derHimmel alsdann erzeugen könnte, wäre, das Ende meines elenden Le-bens zu beschleinigen, um mit dir in jenem Lebe» bald wieder verei-nigt zu sey», (geht ab)

Vierter Auftritt.

Hr. Seltenarm. Lisette.

K.isette. Herr---

Hr. Selt. Nu---

Aisette. Unmöglich sind alle beyde ihre Töchter.Hr. Selt. Warum das?

-L-isette. Ja, ja. Aufs höchste können sie nur von einer Vater seyn.Hr. Selt. Narre, sie sind ja alle beyde von meiner Frau.L,isctte. Tara» zweifle ich nicht. Aber müsse» sie denn deswegenalle beyde vo» ihnen sey»?