Weiber sind Weiber. 43!)-Hr. Selt- Von wem sonst?
S.lsette. Wenn ich ihre Frau gewesen wäre, so könnte ich ihnennähere Nachricht geben. Lanra und Hilaria sind von so unterschiedenerGemüthsart, daß sie vhiiniöglich einen Vater haben können.
-Hr. Selt. Meine Frau kann sich wohl mit der einen an jeman-den versehen haben, daß sie also ihrem Vater nicht hat nachschlagenkönnen.
Kusette. So? erstreckt sich das Versehn auch bis auf die Seele?Das ist das erste, was ich höre.
Hr. Selt. Ja, sie stnd ja auch bey alledcm einander noch ziem-lich gleich. Tu siehst ja, daß sie alle beyde ihren Männern Iren undmir ungehorsam bleiben wollen. Die Gottlosen!
Aisette. Aber der einen ihr Leichtsinn, nnd der andern ihre Be-trübniß, wie sind denn die mit einander zu vergleichen?
Hr. Selt. O! was sich nicht vergleichen läßt, das--läßt
sich nicht vergleichen. Aber Lisette, laß uns doch auch von unsrerSache etwas reden.
A.isette Was ist das vor eine Sache?
Hr. Selt- Je, unsre Sache---
Aisette. Ich weiß nicht, was stc wollen.
Hr. Selt. Je Närrchcn---
-L.lscrte. Ha! ha! aus dem Närrchc» merke ich bald, was es
seyn soll. Rein, damit schweigen sie nur vor jctzo stille--
Hr. Selt. Aber bist du nicht ein dummes Thier?--
/Usette- Allerliebste Carresscn--
Hr. Selt. Alberne Hure, ich meyne es ja nicht so arg--
Kusette. O, immer besser und besser.
Hr. Selt. Nu, das ist wahr. Dümmer , alberner, und närri-scher kann wohl auf der Eotteswclt kein Mädel seyn, als du bist.Du siehst ja, daß alles zu deinem Besten seyn soll. Ich bin dem Aaseso gut, und gleichwohl---
Lusette. Und gleichwohl nennen sie mich ein Aas.
Hr. Selt. Je, soll denn alles bey dir comvlimentirr seyn? Ichrede wie mirs ins Maul kömmt. Die Complimcnte, der hundsfüttschcQuark--
-ü.isette. Kömmt ihnen der auch ins Maul?
Hr. Selt. Ach, mache keine Possen. Sich, wir könnten so hübsch