Weiber sind Weiber. 443
was wir langst unter uns abgercdt haben. Alle meine Gcschicklichkeitsteht ihnen alsdann umsonst zu Dienste.
-Hr. Seit. Nu, das gefällt mir. Ich gebe so nicht gerne vielGeld auS. Sie sollen mein Schwiegersohn werden, cS mag kostenwas eS will. Und du Liscttc, da du künftig freye Stunde» in derMusick bekommen sollst, erzeuge dich crkänntlich. Ich weiß, daß dubey meinen Töchtern schon was ausrichten kaunst, wann du nur willst.Mach, daß sich Laura je eher je lieber zum Zwecke legt.
Hr. IVohlr'lang. Und Liscttc hat uns bis jetzo noch nicht bcy-gcstaude»?
lisette. Nein, mein Herr.
-Hr. Wohlklang- Ey! ey!
-Hr. Seit. Ha! jcjv ist mir was eingefallen. Die List wirdgeh». Adieu, ich muß gleich Anstalt dazu machen.Aiserre. Gut Glück darzu!
Sechster Austritt.
Lisette. Herr Vvohlklang-
Hr. IVohl. Wie kömmtS, daß Lisette durch ihre Stimme uuscrChor uicht verstärken will?
Lisette- Wie kömmts, mein Herr, daß ste ihr noch keine Ursachedarzu geben?
Hr. U?ohl. Keine Ursache? Habe ich sie nicht offtc genug darumgebeten?
lisette- Bitten? Ja, ja, es kau dann und wann eine Ursacheseyn, aber hier--
Hr. Wohl. Nu? Was soll ich den» durch die Ursache verstehe»?
Ausette. Durch diese Ursache solle» sie verstehe», die gröste Ur-sache, die nur !» der Welt sey» kan. Die Ursache, warum Leutegroß, verständig, gelehrt heiße». Warum sie in Kutschen fahren, dasie könnten zu Fusse geh». Die Ursache, warum hcßliche Mägdchc»schö» werde». Die Ursache, warum die Herren Musici compouireu, dieDiebe stchlcn, dic Advocaten Advocatc» sind, die Dichter singen, dieBettler weine», die Aerzte Wind machen, die Taschenspieler hexen, dieJuden Christen, und dic Christen Juden werden, kurz die Ursache allerUrsache» — — die Hauptur — ur — Ursache — — Verstehen siees nu»?