Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
444
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444 Weibcr sind Weiber.

-Hr. IVohl, (bey Seite) Wenn ichs mir verstehen wollte, (zu Ljfti-tm) Aber was soll ich mir aus dein Geschwätze nehmen?

Lisette- Es thut mir Leid, mein Herr, daß sie sich nichts dar-aus nehmen, und zugleich, daß ich ihnen in ihrer Sache also unmög-lich die geringsten Dienste leisten kau. Leben sie wohl.

Siebenter Auftritt.Segarin. Lisette, Wohlklang.

Gegarin. Nein, nein, Lisette bleib da; dich eben hab ich ge-sucht. Oder mein Herr Musicus, stchts ihnen etwa nicht an? Ichhabe auch guten Rath von Rothen; und kan ihn aus eben der Quelle,mit so gutem Rechte hohlen, als sie.

-Hr. IVohlb'lang. O die Quelle ist an gutem Rathe sehr ver-trocknet. Sie werden wenig Trost bey ihr finden.

Aiiette. Ja, mein Herr Capitainc, aber nur für Leute wie HerrWohlklang.

Segarm. Das dachte ich. Denn sie, Herr Musicus sind garnicht der Mann, der mit Frauenzimmern nmzngchn weiß.

Hr. Ulohlklang. O mein Herr Capitainc, wollten Sie nichtdie hohe Gnade für mich haben, mich mit einem etwas vorzüglichernTittcl zu beehren. Ein Musicus, ein simpler Musicus ist ctwas garzu wenig bedeutendes. Der Tittel eines Virtuosen--

Segarin. Gut, gut, daß sie von den Titteln anfangen. Ichhabe ihnen einen scharffcn Text darüber zu lesen. Herr Capitainc,Herr Capitainc schlecht weg, ist durchaus kein Tittel der mir ansteht.Es ist mancher schlechter Kerl Capitain gewesen. Ich aber stammaus einem alten adlichcn Geschlechte. Also wird sichs ganz wohl schicke»,daß sie mich künftig den Herren Capitain von Segarin nennen.

Hr. U?ohlklang. O ganz untcrthänigster Diener, mein Herr Ca-pitain von Segarin. Sie haben nur zu befehlen

-Hr. Segarin. Und sie nur zu bitten, mein Herr Virtuose--

Aber erweisen sie mir doch die Gefälligkeit und lassen sie mich mit Li-setten allein.

-Hr. Wohlklang. Von Herzen gern. Ich empfehle mich ihnen,mein Herr Capitain.

Segarin. Adieu, Herr Musicus.

Hr. MolMang. Gehorsamster Diener, mein Herr Capitaiue.