1<!2 Vor diesem,
Codex. Mir mein Gehör abzustreiten!
Mllibald. (kehrt wieder um »nd sagt sachte zum Codex) Aber, Herr^5odcx, Sie bleiben jetzt mit meiner Tochter allein; reden Sie ja nichtmit ihr von dem Prozesse.
Codex. Gehen Sie doch mir. (Wilibald geht) Als wenn ich nichtzehne zehlcn konnte!
iVilibald. (wie vorher) Sagen Sie ihr ja nicht, was der Pro-ccß betrifft!
Codex. Nein doch! — Meine Uhr für einen elenden Bratenwen-der zn halten!
wilibald. (der nochmals mnkchrl) Taß sie ja nicht den Anlas,erfährt.
Codex. Herr, siir was sehen Sie mich an? Gehen Sie, oder--Mich für einen Mann zu halten, den man mit einer Uhr be-trieben könnte!--
iVilibald. (wie vorher) Meine Chre, und mein ganzes väterli-ches Anschn beruht darauf, daß sie nichts davon erfährt. KommenSie lieber mit, damit Sie sich nicht vcrschnappcn.
Codex. Ich mich vcrschnappcn? Welch eine Beleidigung! GehenSie den Augenblick, oder ich gehe. (Wilibald geht ab.)
Vierter Austritt.
Lharitas. Codex.
Codex. Ich mich verschnappcn! Habe ich mein Maul nicht etwain meiner Gewalt? — Nun wirklich, bey dieser zweyten Grobheit,muß ich die erste vergessen! —
Chariraö. Allmälig, Herr Codex, fange ich cS nun an zu bc-grciffcn, wie ihre Uhr richtig gehn und doch falsch weisen kann; wieSie richtig habcn zchlcn und sich doch vcrzehlcn können —
Codex. Hören Sie einmal davon ans, Mamsell! — Wisse» Sie,daß ihr Vater ein alter Narr ist?
Charitas. Er ist ihr gnlcr Freund, Herr Codex.
Codex, lind wenn er mein Bruder an Leib und an der Seelewäre. Cr ist ein aller Narr! — Mir, mir, einem Manne von mei-ner Ucbcrlcgung zu viermalcn die Verschwiegenheit zu empfehlen? Dassollen Sie mir nicht umsonst gethan haben, Herr Wilibald! Sie ver-rathen ihr Mißtrauen gegen mich, und ihr Mißtrauen muß bestraft