Druckschrift 
2 (1838)
Entstehung
Seite
463
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Vor dicscm.

werde». AIS wenn ich nicht von mir selbst so viel Verstand würdegehabt haben, ihrer Tochter die Ursache ihres Processes zu verschweige».Charitas. (bey Seite) t?r macht mich neugierig.Codex. Kindern mnß nicht alles auf die Rase gebunden werden;das weis ich von mir selbst.

Lharitas. (bey Seite) Rede nur weiter.Codex. Was wurde das Töchtcrchen nicht für einen Bcgrif vondein lieben Papa bekommen, wenn sie ihn näher, als aus seinem ewi-gen Vor diesem! sollte kennen lernen.

Lharitas. (bey Seite) Ich muß nur thun, als ob ich ihm garnicht zuhörte, wenn er mehr plaudern soll.

Codex. Wenn sie erfahren sollte, was für Streiche er in seinerJugend angegeben hat

Lharitas. (fängt an zu trillern) La! la! la! Lalala! Sind Sieein Liebhaber von Mnsik, Herr Codex?

Codex. Nein! Freylich wäre es alsdann um das väterlicheAnsehen geschehen. Sehe ich denn das nicht eben so gut ein, als er?lind er muß mir es noch lange auf die Seele binden, verschwiegenzu seyn? Run will ich es auch, ihm zum Possen, nicht seyn.Charitas. (singt, als ob sie gar nicht auf ihn Acht hätte)Wenn der finstre Dämon spricht,Amor sey ein Ungeheuer,Seine Glnth ein höllisch Feuer:O so fürcht ich Amorn nicht!Codex. Sie hören es ja! daß ich kein Liebhaber von Musik bin.

--Ja, nun will ich nicht verschwiegen seyn, und wenn eS ihm

auch noch so viel Verdruß machen sollte. Hören Sie, Mamsell, derProceß ihres Vaters

Charitas. Ich bin keine Liebhaberin von Processen, (singl)Aber hebt mein Thyrsis au,Amor sey der schönste Knabe,Seine Gluth des Himmels Gabe:O wie fürcht ich Amorn dann!Codex. Sie wollen mich nicht anhören?Charitas. Nein.

Codex. Sie wollen mir es verwehre», mich an ihrem Vater zurächen?