Aufsatz 
Abstrakter Aufbau der Idealtheorie in algebraischen Zahl- und Funktionenkörpern
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Abstrakter Aufbau der Idealt heorie.

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der Darstellung eines Elementes aus © durch die zu den konjugiertenElementen überzugehen und das lineare Gleichungssystem für die Koeffi-zienten der Darstellung aufzulösen. Nach dem Modulsatz in § 2 gilt füralle 9i- Moduln aus M, also insonderheit für alle Ideale aus©, der Teiler-kettensatz. Ebenso gilt der Teilerkettensatz für die Ideale einer beliebigenOrdnung aus ©, da es sich auch hier um- Moduln aus M handelt; fürjede Ordnung ist aber auch Axiom III und IV erfüllt.

2. Sind in alle Axiome I bisV erfüllt, so gilt das gleiche für ©.In jeder Ordnung aus © sind noch alle Axiome mit Ausnahme der ganzenAbgeschlossenheit erfüllt.

Unter Berücksichtigung von 1. ist nur noch das Erfülltsein vonAxiom II nachzuweisen. Nach der Folgerung aus dem Modulsatz in § 2genügt der folgende Nachweis: Wird ein vom Nullideal verschiedenes Idealaus © als Di-Modul (£ in M aufgefaßt, so sind die K zugeordneten Ideale c¿aus alle vom Nullideal verschieden. Nun ist Ë von gleichem endlichenlinearen Rang in bezug auf wie M; denn (S enthält neben irgendeinemElement y auch yti 1 . Zu jedem gibt es also ein Element c ¿ 4= 0 aus,so daß c i Ç i zu © gehört; wegen der Eindeutigkeit der Darstellung durchdie der Index soll nur die Werte kleiner als der Grad des Körpersdurchlaufen gehört c¿ zu c f , das somit vom Nullideal verschieden wird.Diese Überlegung bleibt erhalten für alle Ordnungen von gleichem Rangwie M; für eine Ordnung von niedrigerem Eang geht man zum Quotienten-körper über, der als Zwischenkörper von ¡S und £ auch erster Art wirdund dessen Grad in bezug auf 1 mit dem linearen Rang der Ordnungübereinstimmt; für den somit die Überlegungen erhalten bleiben. Schließ-lich sei bemerkt, daß eine von © verschiedene Ordnung aus © nie ganzabgeschlossen ist; denn da jede Ordnung auch umfaßt, muß sie beiganzer Abgeschlossenheit auch © umfassen.

Zur Unterordnung von Zahl- und Funktionenkörpern genügt es somitdas Erfülltsein der Axiome I bis V für die Grundbereiche ganze Zahlen,Polynome einer Unbestimmten, Funktionalbereich der Polynome mehrererUnbestimmter nachzuweisen.

3. Für den Ring der ganzen rationalen Zahlen bzw. der Polynomeeiner Unbestimmten mit Koeffizienten aus einem Körper sind die AxiomeI bis V erfüllt. Dabei folgt I und II entweder daraus, daß es nach jedervon Null verschiedenen Zahl bzw. nach einem solchen Polynom einerUnbestimmten nur endlich viele bzw. endlich viele linear-unabhängigeRestklassen gibt oder auch aus der Tatsache, daß jedes Ideal Haupt-ideal wird; denn daraus ergibt sich die eindeutige Zerlegbarkeit der Idealeals Potenzprodukt von Primidealen, demzufolge ein vom Nullideal ver-