Aufsatz 
Abstrakter Aufbau der Idealtheorie in algebraischen Zahl- und Funktionenkörpern
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

Abstrakter Aufbau der Idealtheorie.

53

4. Zusammenfassend kommt

Satz VI. Sind in einem kommutativen Ring die Axiome I bis Verfüllt, so läßt sich jedes von Null- und Einheitsideal verschiedene Idealeindeutig darstellen als Potenzprodukt von endlich vielen, von Null- undEinheitsideal verschiedenen Primidealen ; diese Primideale besitzen keinenvom Einheitsideal verschiedenen echten Teiler.

§9.

Die Axiome als Folge der vorausgesetzten Zerlegung.

Um aus der Existenz der üblichen Idealzerlegung die nach Satz VIaus den Axiomen I bis V folgt auch umgekehrt diese Axiome er-schließen zu können, ist die Zerlegung in der folgenden Fassung voraus-zusetzen :

Voraussetzung. In dem kommutativen Ring 9i ist jedes nicht vomNull- oder Einheitselement abgeleitete Ideal eindeutig als Potenzproduktvon Primidealen darstellbar. Diese Primideale sind nicht vom Einheits-element abgeleitete einfache Ideale d. h. sie besitzen keinen von o ver-schiedenen echten Teiler ; umgekehrt sind alle einfachen Ideale Primideale.Die Eindeutigkeit gilt in der scharfen Fassung, daß a e =4= n £ ' +1 wird fürjedes nicht vom Null- oder Einheitselement abgeleitete Ideal.

Die Existenz des Einheitselementes ist dabei nicht vorausgesetzt ; gibtes kein Einheitselement, so stellt die Bedingungnicht vom Einheits-element abgeleitet" keine Einschränkung dar.

1. Nachweis von Axiom III (Existenz des Einheitselementes).Sei Axiom III nicht erfüllt; es ist zu zeigen, daß o 2 einfaches Ideal wird,ohne Primideal zu sein, gegen die Voraussetzung. Nach der Eindeutigkeits-voraussetzung wird o=t=o 2 ; es wird also o^0(o 2 ), aber o 2 = 0(o 2 ),und mithin o 3 kein Primideal. Es wird aber o 2 einfach; denn o 2 kanndurch kein von o verschiedenes Primideal teilbar sein, besitzt also wegender vorausgesetzten Produktdarstellung keine von o oder o 2 verschiedenenTeiler.

2. Nachweis von Axiom IV (Ring ohne Nullteiler). Ist a Null-teiler, also ab 0, aber a =j= 0 und 6=4=0, so kommt durch Multipli-kation der Darstellungen der aus a und b abgeleiteten Hauptideale :(0) = , wo die p von Null- und Einheitsideal verschieden sind

letzteres wegen Existenz des Einheitselementes. Die Darstellung sollals kürzeste vorausgesetzt werden in dem Sinne, daß durch Weglassenirgendeines Faktors ein echter Teiler der Null entsteht eine Bedingung,die nicht von selbst erfüllt zu sein braucht, da über das Nullideal keine