Aufsatz 
Vektorfelder in n-dimensionalen Mannigfaltigkeiten
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Vektorfelder in n-dimensionalen Mannigfaltigkeiten. 227

betreffen. Der Zusammenhang zwischen der Indexsumme der Singularitäteneines Vektorfeldes und der Eulerschen Charakteristik wird im wesentlichenin § 3 behandelt; dies geschieht durch Schluß von n 1 auf n Dimen-sionen; dabei ist das (n 1)-dimensionale Gebilde, auf das man im Ver-lauf des für n- dimensionale Mannigfaltigkeiten zu führenden Beweiseszurückzugehen hat, keine Mannigfaltigkeit mehr, sondern einKomplex",der Randkomplex der Mannigfaltigkeit. Dieser Umstand macht es not-wendig, da man in Komplexen nicht ohne weiteres von Stetigkeit einerVektorverteilung reden kann, einen neuen Begriff einzuführen, den deskomplexstetigen Vektorfeldes". In § 4 wird eine den Beweis des § 3 ver-vollständigende Hilfskonstruktion nachgetragen, und in § 5 wird dem Satzseine endgültige Formulierung gegeben; er wird in der oben erwähntenWeise als Fixpunktsatz für kleine Transformationen aufgefaßt und aufGrund der Lösbarkeit derRandwertaufgaben" in der ebenfalls schon an-gedeuteten Weise umgekehrt; ferner wird gezeigt, daß die Zahlen, die alsdieTotalkrümmungen" geschlossener Hyperfläclien 1 ) auftreten, in vielenFällen als Eulersche Charakteristiken gedeutet werden können.

§ I-

Komplexe und ihre Darstellungen.

1. Im n - dimensionalen gewöhnlichen Raum seien ß " SimplexeT\ [V" = 1, ..., ß n ] gegeben; ihre k -dimensionalen [0 ^ k < n] Rand-simplexe seien mit T% [v h = 1, ..., ß k ] bezeichnet. Die Tn bilden eineKomplexdarstellung"®", wenn zwischen den Punkten gewisser T", , die,miteinander verbunden" genannt werden, Zuordnungen folgender Artbestehen :

T{\ T£ seien miteinander verbunden; dann gibt es zwei zu\ T."gehörige Simplexe T\, T« [0 k <[ «], deren Punkte eineindeutig und stetigso aufeinander bezogen sind, daß jedem Tf [0 von T* ein T%

von T\ entspricht, während zwei nicht zu T\, T* gehörige Punkte A 1 , A<¡von T", T? nicht einander zugeordnet sind. Diese Zuordnung ist transitiv,d. h. : sind einerseits A 1 , A , andererseits A,,, A s einander zugeordnetePunkte von T", T" bzw. T?, T", so sind auch A i , A :t einander zugeordnet.

Infolge der Transitivität können wir für jedes p [0 ^p^n] dieß v Simplexe derart in a p Gruppen gf T [A p =1, ..., <x v ; 1 <Lu p ^ ß v ]einteilen, daß die einer g v angehörigen T v einander zugeordnet sind, und ana-log lassen sich die Punkte A in Gruppen a zusammenfassen. Wir nennen dieGruppen a diePunkte", die Gruppen gj v dieSimplexe" desdurch

dargestellen Komplexes C n ", und sagen, daß zwei zu derselben Gruppegehörige Punkte bzw. Simplexe vonidentisch in C n " sind.