Aufsatz 
Über die Entwicklung einer analytischen Funktion nach Polynomen
Seite
435
Einzelbild herunterladen
 

Entwicklung nach Polynomen.

435

Die Bedingung ist hinreichend. Denn nach der Regularitäfc von f(z)im abgeschlossenen Bereiche gibt es eine von z 0 unabhängige positiveGröße e, so daß f(z) im Kreise \z z 0 |<e regulär ist, wenn nur z 0in C liegt. Es existiert also eine Jordansche Kurve J, welche C enthältund deren Inneres aus lauter Regulärpunkten von f(z ) besteht; das Re-sultat folgt hiernach aus dem Theorem von Runge.

Wir beweisen die Existenz der Kurve J genauer. Es gibt in der Tatein e endliche Anzahl von Kreisen K 1 , K 2 , ..., K N , jeder vom Halbmesser eund mit dem Mittelpunkt auf dem Rande von G, die den Rand von G über-decken. Die Jordansche Kurve, welche aus den zu äußerst liegenden Bogendieser Kreise besteht, enthält etwa M einfach zusammenhängende Bereicheßj, B. 2 ,..., B m , deren Punkte weder zu G noch zu K l , K,..., K N gehören.Ein beliebiger Punkt A l von B l läßt sich mit dem Punkt oo durch einenStreckenzug verbinden, welcher keinen Punkt von G enthält. Wir könnendiesen Streckenzug in einen Bereich einschließen, der gleichfalls keinenPunkt von G enthält und der durch einen anderen Streckenzug S, be-grenzt ist. Die oben gebrauchte Jordansche Kurve J besteht aus Bögenvon K 1 , K 2 , .. ., Kx und aus Strecken von S 1 , S 2 , ..., S. m, die in denKreisen K 1 K N liegen.

4. Es sei die Funktion f(z) im Inneren einer Jordanschen Kurve Canalytisch und im entsprechenden abgeschlossenen Bereiche C stetig. Einenotwendige und hinreichende Bedingung dafür, daß jede im Innerenvon C analytische und im abgeschlossenen Bereiche C stetige Funktion F(z)in eine im abgeschlossenen Bereiche G gleichmäßig konvergierende Reihevon Polynomen von f(z) entwickelbar sei:

besteht darin, daß f(z) im abgeschlossenen Bereiche schlicht sei.

Eine Funktion f{z) heißt im abgeschlossenen Bereiche G schlicht,wenn die Gleichung

wo z 1 =t= z 2 ist und z 1 und z in G sind. Die Funktion F(z) = z ist dannin G nicht entwickelbar, weil die Reihen (3) für z = z 1 und für z = zidentisch sind, jedoch FÇz^ =\= F(z 2 ) ist.

(3)

F(z) = ¿ c in [f(z)Y\

i=0 n=0