Entwicklung nach Polynomen. 445
wegs notwendig, daß f(x) selbst stetig sei 13 ). Wir beweisen in der Tatdas folgende für reelle Funktionen:
Es sei die reelle Funktion f(x) definiert auf der beschränkten Punkt-menge C der reellen Achse. Eine notwendige und hinreichende Bedingungdafür, daß eine willkürliche auf G im engeren Sinne stetige Funktion F (x)nach Polynomen von fix) gleichmäßig entwickelbar sei, besteht darin,daß f{x) eine beschränkte Funktion sei, deren Umkehrfunktion eindeutigund im engeren Sinne stetig ist.
Die Funktion g(z) heißt im engeren Sinne stetig, wenn limz n = z 0
n-> co
nur dann in sich schließt, daß lim¡7(2,,) existiert, wenn g(z n ) definiert
n-> co
ist, und daß diese Grenze gleich g (2,,) ist, wenn auch g(z 0 ) definiert ist.
Diese Bedingungen sind notwendig. Die Funktion f(x) muß beschränktsein, sonst ist keine beschränkte Funktion F(z) gleichmäßig entwickelbar,außer einer Konstanten. Die Umkehrfunktion x = cp{u ) von u = f(x)muß eine eindeutige Funktion von u sein. Sonst hätten wir
t( X l)=f( X *)> X 1 + X -2 •
In diesem Falle wäre die Funktion F(x) = x nicht gleichmäßig ent-wickelbar, weil die Reihen für x — x 1 und x = x í¡ dieselben wären, mitF( Xl ) + F(x 2 ).
Die Funktion cp (u) muß im engeren Sinne stetig sein, sonst hätten wirlim u n = u 0 , lim cp{u n ) = cp 0 ,
n-> 00 7&->co
lim u¿ = u 0 , lim 93«) = cpó H= <Po,
n-> co n-> co
wo die Werte uñ alle gleich u 0 sein dürfen. Wir hätten auch anderseitsfür F(x) = x die Reihen
(6) F(x)= 2Jc in [f(x)] n , c in konstant,
i= 0 71=0
<p(u*) = Js üc in u£, <p(uk) = 2 2c in {u' k ) n .
i=0 n=0 i= 0 n = 0
13 ) Die Funktion f(x) kann ja in jedem Punkt unstetig sein. Es sei zum Bei-spiel das Intervall 0 < x < 1 ; wir setzen
x rational,x irrational.
Man kann jede für 0 ^ x < 1 stetige Punktion durch Polynome von fix) gleichmäßigapproximieren.
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