Aufsatz 
Zur Integration der Wellengleichung auf Riemannschen Flächen
Seite
652
Einzelbild herunterladen
 

652

A. Rubinowicz.

dieser Erzeugenden aufgeschnitten werden, der auf der Verzweigungsgeradenbeginnt und nicht durch die Kegelspitze geht. Diese Kegelfläche r o sollnun in der Weise ergänzt werden, daß wir den eben erwähnten Teil derErzeugenden des Kegels, längs dessen wir F 0 aufgeschnitten haben, umdie Verzweigungsgerade rotieren lassen. Wir beginnen dabei mit der Ro-tation dieser Geraden bei dem einen Ufer des aufgeschnittenen Kegels r ound rotieren unsere Gerade entsprechend der Vielfachheit des betreffendenVerzweigungspunktes so lange, bis wir in dem Riemannschen Räume R nzum anderen Ufer von F 0 gelangen. Der so erhaltene Halbkegel mögemit r* bezeichnet werden. Trifft nun F* auf eine weitere Verzweigungs-gerade, so möge der Kegel, der um diese neue Verzweigungsgeradeaus F* in der gleichen Weise entsteht wie r* aus r o , mit r* bezeichnetwerden. JT* sei dann ein aus I '* entstehender Kegel usf. Analog wirdbei allen anderen Verzeigungsgeraden, die F () schneiden, vorgegangen. DieGesamtheit aller dieser Kegel r*, F*, ... möge dann im folgenden kurzmit r* bezeichnet werden. Die aus dem Kegel F 0 und der Gesamtheitaller Kegelflächen r* bestehende Fläche bildet, wie man aus dem folgendenerkennt, den zur Wellengleichung und zum Räume R n gehörigen charak-teristischen Kegel. Als den Kegelraum K wollen wir nun alle PunkteX, y , t bezeichnen, die innerhalb von j T 0 oder eines Halbkegels F v gelegensind und deren ¿-Koordinaten der Ungleichung t 2 1t 0 genügen. seidann jener Teil der Riemannschen Fläche F n , den die dem Zeitmomentet t 0 entsprechenden Punkte von K bilden, ist also sozusagen die Grund-fläche von K.

Eindeutigkeitstheorem: Durch die Anfangsbedingungen auf fn isteine den im Abschnitte I unter 1. bis 4. formulierten Bedingungen ge-nügende Funktion u(x, y , t) in dem Räume K eindeutig bestimmt.

Den Beweis führen wir nach den bekannten Greenschen Methoden").

Zunächst definieren wir einen Raum R : Aus demKegel" K bildenwir einenKegelstumpf", indem wir Ii durch die Fläche t = t 1 (t 2 >t i > t 0 )schneiden und außerdem die Verzweigungsgeraden von K durch Zylinder-flächen vom Radius q aus dem Räume R ausschließen. Dabei sollenmit fn die Schnittflächen von K und t = t x und mit Z r die (der Vielfach-heit der Verzweigungsgeraden entsprechend vielfach gewundenen) Zylinder-flächen um die Verzweigungsgeraden bezeichnet werden. Die Begrenzung (R)von R besteht also aus den Flächen f, fn, F 0 und der entsprechendenAnzahl von Flächen F* und Z r .

Auf den Raum R und seine Begrenzung (R) wenden wir nun zu-

') Vgl. A. Rubinowicz, 1. c.