Aufsatz 
Zur Theorie der primären Ringe
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R. Hölzer.

Das zum Nullideal gehörige Primideal eines primären Ringes seistets mit p* bezeichnet; p* ist also das System aller Nullteiler von .Man kann von einem allgemeinen primären Ring immer zu einem spezi-ellen auf eindeutige Weise gelangen vermittelst einer gewissen Quotienten-bildung. Ist allgemein ein beliebiger Ring, & ein System von regulärenElementen aus, so daß neben a und b auch a-b zu & gehört, so ver-steht man unter dem durch & erzeugten Quotientenring von denjenigenErweiterungsring von 5R, der durch Bildung allerQuotienten" wo a

beliebig, b aus @ entsteht, indem man die Festsetzungen trifft: ~ gleich ^

dann und nur dann, wenn ab' a' b 0 und -Ï-- + 7, = a h ,^7 , a b ,

b 0' ob' '

'¡-y, = yf/ 7 )- a beliebiges Ideal in, so bildet offenbar die

Gesamtheit der regulären Elemente a^O(a), für die kein reguläres Ele-ment b^ 0(a) existiert, so daß a-6 = 0(a), ein System 05; den hierdurchbestimmtan Quotientenrig wollen wir den Quotientenring von 9v nach anennen. Ist a insbesondere ein Primideal p, das alle Nullteiler enthält,so besteht 9Î,, aus allen Quotienten ~ , wo a beliebig, 0 (p). Ist nun

allgemein primär, so ist offenbar speziell primärer Ring; diese letzterensind durch p . charakterisiert.

Sind und 3i' beliebige Ringe, so heißt 'ho?nomorph zu', 9i ~',wenn jedem Element aus ein und nur ein Element aus' entspricht,so daß dabei erschöpft wird und außerdem diese Zuordnung derartbeschaffen ist, daß Differenz und Produkt sich entsprechen. Ist das Ent-sprechen der Elemente umkehrbar eindeutig, so heißen die Ringe isomorph, ~'. Ist 9i homomorph zu', so entspricht jedem Ideal nt ausein und nur ein Ideal m' in', das entsteht, indem man jedes Elementvon m durch das ihm in' entsprechende ersetzt; m ' heiße das zugehörigeIdeal von m oder das ihm in' zugeordnete. Ist umgekehrt m' ein be-liebiges Ideal aus 9t', so gibt es im allgemeinen mehrere Ideale n in,für die n' = nt'; wir nennen sie die zugehörigen von nt', ihren größtengemeinsamen Teiler das größte zugehörige Ideal von nt'. Es gilt der fürdas Folgende wichtige

Isomorphiesatz. Bedeutet a das größte dem Nullideal von'zugeordnete Ideal von, und ist in irgendein Teiler von a, so istïftj m~'|nt' 8 ).

') Der Begriff und die Konstruktion ist vollständig analog der Bildung desQuotientenkörpers bei Steinitz, Algebr. Theorie der Körper, Journ. f. Math. 137; vgl.auch Grell, a. a. 0.

8 ) Vgl. E. Noether, Abstrakter Aufbau . .., g 4, 3, erster Isomorphiesatz.