Aufsatz 
Zur Theorie der primären Ringe
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R. Hölzer.

der Nenner der Koeffizienten von h i (x)); offenbar genügt es, y. ITx.zu wählen.

3. Es entsteht die Frage, ob die Resultate von 1. sich auf den Fallhöherer Dimension ausdehnen lassen. Daß dies unmöglich ist, zeigen diefolgenden mir von W. Krull mitgeteilten Beispiele: Sei £ Körper, = ® (ß)mit cc° = 0,^ = [x, y\, y], a Ideal in di f , et zugehöriges

Ideal aus 1^.

1. ä = (x,ccy) ist nicht primär, da keine Potenz von y durch n teil-bar wird; S = (x) ist jedoch primär.

2. a (x 2 , xy + ci, ax) 14 ) ist primär, dagegen a = (x 2 ,xy) nicht.

§ 3.

Erweiterungen primärer Ringe.

1. Unter einem Oberring © eines primären Ringes sei ein Er-weiterungsring verstanden, der ebenfalls primär ist. Ist S ein System vonElementen aus ©, so verstehen wir unter dem durch Adjunktion von Szu entstandenen Ring($) den Durchschnitt aller in © gelegenenOberringe von, die alle Elemente von S enthalten.

Ist a ein Ideal im Polynombereich 9^ von n Unbestimmten, so ver-steht man unter einer Nullstelle von a ein System 8 von n Elementenaus einem Oberring © derart, daß alle zu n gehörigen Polynome für Sverschwinden. Ist umgekehrt S ein System von Elementen aus ©, sobildet die Gesamtheit der Polynome in 9^, die für S verschwinden, einIdeal, das Nullstellenideal eis von S. Es ist stets: (S) ~^| cts.

Damit ein Ideal a aus^ Nullstellenideal sei (d. h. damit ein Ober-ring von existiert, der durch Adjunktion einer Nullstelle von a ent-steht), ist offenbar notwendig und hinreichend, daß es primär ist und keinElement aus enthält; denn dann ist 9^|a ein solcher Oberring.

Wir nennen ein Nullstellenideal a aus 9Î/- von der Dimension Null,wenn das aus ihm abgeleitete Ideal ä im Polynombereich mit Koeffizientenaus $ die Dimension Null hat; es ist dies identisch damit, daß jede Null-stelle von ñ aus lauter in bezug auf ÎÏ algebraischen Elementen besteht(vgl. Anmerkung 11 )).

Ein reguläres Nullstêllenideal der Dimension Null a aus 9^ heiße Idealerster Art, wenn jedes Element seines zugehörigen Primideals modulo aeinem Element aus kongruent ist. Es folgt dann, daß jedes Elementvon p modulo a einem Nullteiler aus 9i kongruent ist, da sonst eine Potenz

Man bestätigt dies etwa daraus, daß jedes Element aus Dfy modulo a eineDarstellung zuläßt: f (y) + ag (y) + cx , wo f und g Polynome, c ein Element aus