beinahe nur in Italien geschrieben werden, da es besondersauf die Vergleichung verschiedener Abfassungen der Sta-tuten derselben Stadt ankomnit, wozu zwar gewiss Vielesvorhanden ist, aber das meiste ungedruckt. Als Vorberei-tung dazu wäre es nöthig, zunächst ein kritisches Verzeich-niss der vorhandenen gedruckten Werke anzulegen, wodurchdann erst Reisende in den Stand gesetzt werden würden,planmässige Nachrichten von dem handschriftlichen Vorrathder Italienischen Archive und Bibliotheken zu sammeln.“1. 1. Bd. III. S. 513. Ausg. 2.
Als dieser Vorschlag von dem auch in Italien hoch-gefeierten Juristen gemacht wurde, sah es in Deutsch-land mit einer Sammlung der Statuten der wichtigstenStädte nicht viel besser aus wie in Italien . Die WerkeGcnglers waren noch nicht erschienen. Aber wie inDeutschland seit jener Zeit bedeutende Fortschritte inErforschung dieses wichtigen Zweiges der vaterländischenGeschichte gemacht worden sind, so auch in Italien. DieMahnung Savigny’s ist hier auf keflien unfruchtbarenBoden gefallen. Auf dem Italienischen Gelehrtencongrcssc,welcher sich 1847 in Venedig versammelte, wurde in derSektion für Geographie und Archaeologie von dem Advo-katen Dr. Leone Fortis ein Vortrag gehalten, der mitdem Anträge auf eine vollständige Sammlung der italie-nischen Stadtrechte abschloss. Am 24. September wurdevom Präsidenten eine Commission gewählt, „um die italie-nischen Statuten zu studiren und zu publiciren“, welcheru. A. Cordcro di S. Quintino, Cibrario, CesareCantü, Bonaini, Tommaso Gar angehörten. Damitwar wenigstens ein wichtiger Anstoss für diese Studien ge-geben. Denn wenn auch die Schwierigkeit des Unter-nehmens selbst und die Revolutionen und Kriege, welcheseit 1848 Italien ganz anders erschüttert und umgestaltethaben, als Deutschland analoge Vorgänge dieses Jahres, das-selbe noch nicht zu seiner Ausführung haben kommen las-sen, so sind doch seit jener Zeit die nothwendigen Vor-arbeiten zu demselben an verschiedenen Orten in Angriffgenommen worden und man hat schon wiederholt den Ver-such gemacht, eine Ucbcrsicht über die ungeheure Massedes zu bewältigenden Stoffes zu gewinnen. Nicht nur dassfür einzelne Provinzen Italiens Werke erschienen, diebibliographische Nachweisungen über die sich auf sie be-