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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
Entstehung
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Z Einleitung,

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Wicklung der Technik der modernen Kriegsrüstung ist mithin die Be-deutung der ökonomischen nnd siuauzielleu Kraft der Nationen fürihre militärische Leistungsfähigkeit beträchtlich größer geworden.Schon in Friedenszeiteu erfordert die Instandhaltung der Kriegs-rüstnng und ihre Anpassung an jeden Fortschritt in der Waffen-technik bei allen größeren Völkern enorme und in steter Progressionzunehmende Ausgaben, wie sie auf die Dauer nnr von wirtschaftlichprosperierenden und finanziell gut geleiteten Staate» getrageu werdenkönnen. Mit dem Kriegsausbruch jedoch tritt eine akute Steigerungder Ansprüche an die finanzielle Leistungsfähigkeit des Staates ein.Die Mobilmachung, der Transport gewaltiger Truppenmengcn mitihrer Ausrüstung zum Kriegsschauplatz, die Verpflegung und Besol-dung der Truppen, der sofort zu ersetzeude enorme Verbrauch anKriegsmaterial jeder Art das alles verlangt die prompte Be-schaffung von rieseuhaften Summen zu eiuem Zeitpunkt, in dem derKrieg durch die Entziehung vou Arbeitskräften und durch die Un-sicherheit aller Verhältnisse, insbesondere des auswärtigen Handels,einen großen Teil des Werte schaffenden Wirtschaftslebens matt setzt.Der Ausblick auf diese finanziellen Ansprüche eines modernen Kriegeszeigt, daß neben der Notwendigkeit der rein militärischen Kriegs-bereitschaft für jeden anf seine Zukunft bedachten Staatdie Notwendigkeit der finanziellen Kriegsbereitschaft besteht.Die der staatlichen Finanzverwaltung für die Verteidigungdes Vaterlandes obliegenden Aufgaben beschränken sich nichtdaraus, in Friedenszeiten die sür die Instandhaltung derKriegsrüstung erforderlichen Mittel bereitzustellen, sondern sie um-fassen auch die Vorkehrungen, welche für den Kriegsfall die pünkt-liche Aufbringung der erforderlichen Gelder nach Möglichkeit gewähr-leisten. Während des Krieges selbst wirkt die Finanzkraft einesVolkes ebensowenig als tote Masse und durch das bloße Vorhanden-sein, wie das Heer nnd die Flotte; vielmehr bedürfen auch die Fi-nanzen einer planmäßigen uud umsichtigen Führung, die alle vor-handenen Kräfte und alle etwa sich bietenden Vorteile im rechtenAugenblick ausnützt: die Operationen des Feldherrn bedürfen znihrer Unterstützung der Operationen des Leiters der Staatsfinanzen.

Wie die fortgesetzte!? Vervollkommnungen der Kriegswerkzeugennd die aus ihnen sich ergebenden Veränderungen der Taktik die