42 Erster Teil. Die Finanzen Rußlands und Japans vor dem Kriegsausbruch,i^v? r--.^ lÄS>? i-^i c^-v? c---^ c^i? c!-?^ c^-v? c---^, r^-v» c?-»i< r-s>'s is-^< c»?^ r-s, t
für die reinen Zinsen der Staatsschuld (unter Ausschluß derAmortisationsbeträge) ist von 188« bis 1904 von 213 auf264 Millionen Rubel, also um nur 24 Prozent, gestiegen,bei einer Vermehrung der verzinslichen Staatsschuld um 52 Pro-zent. Diese günstige Gestaltung kommt natürlich zum Teil aufNechunng der allgemeinen Senkung des Zinsniveaus; es sei jedochmein Hinweis darauf wiederholt, daß mir die Wiederherstellungdes schwer erschütterten Vertrauens in die russische Finanzwirtschaftdem russischen Staate die Möglichkeit gegeben hat, von der in derersten Hälfte der 99 er Jahre des vorigen Jahrhunderts eingetreteueuErmäßigung des Zinssatzes in solchem Umfange Nutzen zu ziehen.Wie weit die beträchtliche Ziusersparnis auf das erhöhte Vertrauenin die russischen Finanzen zurückzuführen ist, zeigt die Tatsache, daßnoch im Jahre 1880 die vicrprozentigen russischen Goldanleihen aufungefähr 75 standen, während die mit der gleichen Verzinsnug aus-gestatteten deutschen Neichsanleihen sich damals um Pari bewegten;im Jahre 1899 dagegen erreichten die Kurse der russischen Staats-papiere bis auf Bruchteile eines Prozents den Kurs der gleichver-zinslichen deutschen Reichsauleihen. Das bedeutet eiue Besseruug desrussischen Staatskredits gegenüber dem deutscheu um etwa 39 Pro-zent, eine Besserung, die ich Wohl ohne Übertreibung als eine „gewal-tige" bezeichnen durfte, eine Besseruug, die außerdem beweist, wiehoch trotz aller Angriffe auf die russische Finauzpolitik der letzten zweiJahrzehnte der au deu russische,: Werten praktisch iuteressierteKapitalmarkt die Kousolidieruug der russischen Finanzen veran-schlagte.
Ganz besonders schwer zu übersehen und zu beurteile» siud, wieich gerne zugebe, die Verhältnisse der russische» Zahlungs-bilanz und deren Bedentuug für den russischen Kredit und dierussische Währuug. Neben den keineswegs immer ohuc weiteres ver-wendbaren Zahlen der eigentlichen Handelsbilanz (der Bilanz derWareueiufuhr uud -Ausfuhr) sind znr Feststellung der Zahlungs-bilanz eines Landes (der Bilanz der an das Ausland zu leistende!,und vom Anstände zn empfangenden Zahlungen) vor allein die-jenigen Zahlungen zu berücksichtigen, die sich aus bestcheuden inter-nationalen Schuldverhältnissen usw. ergeben, daneben noch einigeandere Faktoren. Bei Rußland steht fest, daß die Haudelsbilauz zu