II., Die japanischen Finanzen vor dein Kriege, H7
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Teutschland die französische Kriegskostenentschädignng, die erwünschte Gelegenheit, das fiir den Übergang zur Goldwährnng er-forderliche Gold ohne merkliche Opfer zu beschaffen. Zwar war dieKontribution in Silber (in Knping TMs) festgesetzt, aber es wurdemit China eine nachträgliche Vereinbarung getroffen, in der sichChina zur Zahlung der Kontribution in englischem Goldgeld bereuerklärte. Nachdem auf diese Weise die Goldbeschaffnng sichergestelltwar, gelangte die Goldwährnng durch ein Gesetz vom 29, Jannar 1897zur Einführung, Dj, >r nene Gold-Jen erhielt einen Feingehalt vongenau 9,75 ß Gold und entspricht in deutschem Gelde einem Wertevon 2,99 Mark; die Silbermiinzen wurden in ihrer gesetzlichen Zah-lnngskraft auf Beträge bis zu 19 Aen beschränkt. Bis znm31. Juli 1898 wurden die umlaufenden alten Silbermünzen (im Ge-samtbetrag von 75 Millionen Jen) gegen die neuen Goldmünzeneingelöst und zum Teil iu Scheidemünzen des neuen Systems um-geprägt, zum Teil eingeschmolzen und verkauft. Der Gewiun bei derAusprägung der Scheidemünzen überstieg um eine kleine Summeden Verlust beim Silbervertauf, so daß die Reform sich ohne Be-lastuug des Staatshaushalts vollzog.
Inzwischen ist anch die Zurückziehung des Staatspapiergeldesund der Note» der Natioualbaukcu beendigt worden. Der Umlaufdes Papiergeldes ist seit dem 31, Dezember 1899, der Umlauf derNationalbanknoten seit dem 9, Dezember 1899 unter Verbot gestellt.Die geringfügigen Beträge, die nach den amtlichen Ausweisen nochnicht zur Einlösung gebracht sind, dürften Wohl im Laufe der Zeitzum größten Teil verloren gegangen sein.
Die Noten der Bank von Japan sind mithin die einzigen papier -nen Geldzeichen, die in Japan neben dem Metallgeld zirkulieren, undzwar ist der Umlauf dieser Noten beträchtlich größer als derjenigevon Metallgeld, Fiir den 31, Dezember 1992 wurde der Umlauf vonGoldgeld ans 89,2 Millionen Aen angegeben, der Umlauf vou Silber-,Nickel- und Kupfermünzen auf 77,1 Millionen Jen, der Umlauf anNoten der Bank von Japan dagegen auf 232,1 Millionen Jen, Beieiner das ^/^fache des Goldnmlaufs betragenden Notenzirtulatioumuß natürlich das Schicksal der japanischen Währung iu ganz be-sonderem Maße davon abhängen, ob und wie lange die Bank vonJapan die Einlösung ihrer Noten in Gold aufrechtzuerhalten vermag.