8(> Aweiter Teil. I>ic sinanziellc» Knegsmaßuahmcu.
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teile der Inanspruchnahme einer Notenbank oder der Papiergeldaus-gabe, auf die Leichtigkeit, Billigkeit und Promptheit der Geld-beschaffung, verzichten wolle», ninsoweniger, je größer die Schwierig-keiten, je ungünstiger die Bedingungen und je größer der Zeitverlustbei der Aufnahme von Anleihen auf dem Geldmarkte ist. Außerdemaber gilt auch hier die Wahrheit, daß die Not Eiseu bricht: wenn dieübrigen Mittel der Geldbeschaffuug nicht mehr ausreichen, dann mußschließlich auch die metallische Währung der Erhaltung des Staatesgeopfert werden.
Ju der zweckmäßigen Kombination der verschiedeneu Mittel derGeldbeschaffung, in der Anwendung eines jeden einzelnen zur rich-tigen Zeit und im richtigen Umfang, liegt die Kuust der fiuauziellenKriegführung. In den folgenden Ausführungen solleu uach diesenGesichtspunkten die von Rußland uud Japan durchgeführten fiuau-ziellen Kriegsinaßnahmen dargestellt werden.
1. Allgemeines über die finanzielle Position Rußlands und die budgrtäre Behandlung der Krirgsfinanzen.
Die finanzielle Situation Nußlands zu Begiuu des Kriegeswar — wie kurz wiederholt werden möge — in ihren wichtigstenZügen folgende:
Der freie Barbestand der Neichsrentei bezifferte sich nach den Be-rechnungen des Finauzministers für den 1. Januar 1994 auf 312Millionen Rubel. Das Budget für 1904 sah au ordeutlichen Aus-gaben 19M,5 Millioueu, au außerordentlichen Ausgaben, die nahezuausschließlich für Eisenbahnzwecke bestimmt waren, 212,2 Millionen,znsammeu 2178,7 Millionen Rnbel Ausgaben vor. Von diesen waren1982,9 Millionen durch die ordentlichen Einnahmen uud den Ertragaus der ewigen Einlage bei der Reichsbank gedeckt, währeud derfehlende Betrag von 195,8 Millioueu Rubel auf den freien Bestandder Neichsrentei angewiesen wurde, der sich dadurch auf etwa 116Millionen verringert hätte.