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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
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Seite
93
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s, Rußland.

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Blatter, das; Nußland schon Mitte Mai wegen einer weiteren Einissionvon Schahscheinen im Betrage von 30» Millionen Franken an eindeutsches Syndikat herantreten werde. Ähnliche Gerüchte wieder-holten sich insbesondere im Juli zu der Zeit, als Herr v. Witteden deutschen Reichskanzler in Norderney besuchte: der Abschluß desdeutsch -russischen Handelsvertrags wurde in unmittelbare Verbindungmit einer russischen Anleihe in Teutschland gebracht. Auch dieses Malwurden bestimmte Zahlen, bald 4M Millionen, Haid 250 MillionenMark genannt. Von russischer Seite sind diese Gerüchte stets promptdementiert worden, mit dem Hinweis daraus, das; der Finanzverwaltnng noch für längere Zeit hiuaus ausreicheude Mittel für dieDeckung der Kriegslasten zur Verfügung ständen. Abgesehen davonmußte sowohl die Lage auf dem Kriegsschauplatz als auch vom Sep-tember an der Stand des Geldmarktes Rußland veranlassen, eineweitere Ausländsanleihe solange wie möglich hinaus zu schieben.

Tic Begebung vvn Rcntcibillcttcn.

Dagegen hat Rußland im August, zum Zweck der Ergänzungseiner Barbestände, zur Aufnahme einer inneren Anleihe gegriffen.Durch eiueu Mas von, 30. Juli/12. Augnst 1904 wurde die Ausgabevon Renteibilletten in sechs Serien von se 25 Millionen Rubel, alsoim Gesamtbetrag von 15t) Millionen Rubel, angeordnet. DieseRenteibillette, die in der Hauptsache uuseru Schahanweisuugeu ent-sprechen, aber gleichzeitig in gewisser Beziehung die Eigenschafteneines Kassenscheins besitzen, sind eine Eigentümlichkeit des russischen Schuldeuweseus. Sie haben eine Laufzeit vou mehreren Iahren undsind mit einer mäßigen Verzinsung ausgestattet: gleichzeitig ist denStaatskassen nnd der russischen Reichsbank die Verpflichtung auferlegt,diese Billette zu ihrem Nennwert in Zahlung zu nehmen; auch bei>!autiousstelluugeu werde» sie zu ihrem Nennwert genommen. Vondiesen Papieren war seit 1902 ein Betrag von 100,5 Millionen Rubeliu Umlauf, die ausschließlich zu 3 Prozent verzinslich waren. Die Be-stimmungen über 150 Millionen Rubel neu zn emittierender Billettewichen in manchen Punkten von den bisherigen Bestimmungen ab.Ztatt einer 3prozentigen ist ihnen eine 3,6 prozeutige Verzinsungeingeräumt: sie sind mit halbjährlichen Zinsscheinen, gegen bisherjährliche, ausgestattet: die Linien der Billette unterliegen nickt der