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sind Von jeder russischen Steuer auf Zins- und Kapitalzahlungenbefreit nnd sind bei allen Lieferungen an die Krone und bei derSicherstellnng von Akzise- nnd Zollzahlungen als Kaution anzu-nehmen.
Der Emissionsknrs der Anleihe wurde auf 95 Prozent festgesetzt.Für die Begebung wurde ein eigeues Garantie-Konsortium gegründet. Nach Abzug der Provision für dieses und siir das Über-»ahmesynditat stellte sich der Reinerlös sür die russische Negierungauf 99^ Prozent.
Danach stellt sich die effektive Verzinsung der neuen Anleihe fiirdenjenigen, der sie zu 95 gekauft hat, einschliesslich des mit der Pari-rückzahlnng nach 6 Jahren verbundenen Gewinnes, auf etwa 5,6Prozent i>v-' ^nnuin und bei einer Paririickzahlnng erst nach 12 Jahrenauf etwa 5,2 Prozent, während die effektive Verzinsung bei der 5pro-zentigen Pariser Schatzschein-Anleihe, die im Mai 1904 zu 99 aus-gegeben worden war, den Zeichnern eine 5,25prozentige Verzinsung(nuter Berücksichtigung der Parirückzahlung uach 5 Jahren) gebrachthatte. Für die russische Regierung stellte sich die effektiv zu leistendeVerzinsung der Berliner Anleihe bei einer Paririickzahlnng am1. Juli 1911 auf 6,6 Prozent und bei einer Paririickzahlnng am1. Juli 1917 auf 5,8 Prozent, während sich die effektiv zn leistendeVerzinsung bei der Pariser Anleihe ans 6,2 Prozent gestellt hatte.
Die Berliner Anleihe war abgeschlossen unmittelbar vor demFall von Port Arthur, der die Aussichten Nußlands, militärisch dieOberhand zu gewinnen, erheblich verringerte. Obwohl die Nachrichtdie Stimmung der Kapitalmärkte stark beeinflußte, konnte die An-leihe ohne Schwierigkeit zu dem in Aussicht genommenen Begebnngs-kurse untergebracht werden, so daß sich das Garantiekonsortiuni schonwenige Tage nach dem Beginn der Subskription auslöste. Wie starkdie Anleihe überzeichnet wnrde, ist nicht bekannt geworden, da dieEmissionshänser beschlossen, von einer Publikation des Zeichnnngs-ergebnisscs Abstand zn nehmen. Der „Berliner Börsencouricr" vom16. Januar 1905 billigte diesen Beschluß mit der Motivierung, daß„die riesige Ziffer, welche das Gesamtresultat der Zeichnnngen er-gibt, in manchen Kreisen irrige Vorstellungen erwecken würde". Manmag ein Fragezeichen hinter diese Erklärung setzen! aber jedenfallsergeben die Zuteilungen auf die Zeichuungen, daß in der Tat einemehrfache Überzeichnung stattgefunden haben muß.