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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
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I, Rußland. IIIr^-i? r^-s» r-^i? r^-i? i^-i ^ r^-i? ri^, ? i^si? c^i? c^i? r^^? r^-i?

der Form von 5prozentigen Schatzscheinen niit jähriger Laufzeitausgegeben werden. Aber schon wenige Tage später, am 14. März,brachte das Wölfische Telegraphenbnreau ans Petersburg die Nach-richt, daß zwischen den Delegierten der französischen Finanzinstituteund dem russischen Finanzminister in betreff der Anleihefrage eineVerständigung nicht habe erzielt werden können nnd das; die An-leihe deshalb verschoben worden sei. Das Scheitern der Ver-handlungen wurde darauf zurückgeführt, das; eiue Einigung über denÜbernahmeturs uicht zu erreichen war. Von wesentlicher Bedeutungwar Wohl der Ausgang der Schlacht bei Mulden, der in französischen Kapitalistenkreiseu große Beuuruhiguug hervorrief. Die Ungewiß-heit über das Schicksal der ganzen russischen Mandschnrei-Armee, mitderen gäuzlicheu Zertrümmerung man nach den ersten Nachrichtenüber den Ausgang der zehntägigen Schlacht rechnen mußte, ferner dieUngewißheit über die weiteren Absichten der russischen Regierunghinsichtlich der Fortsetzung des Krieges ließen den Zeitpunkt für dieÜbernahme eiuer ueueu russischen Anleihe so uugüustig wie möglicherscheinen. Dazn kam, daß unter dem niederschmetternden Eindruckder russischen Mißerfolge die mich in Frankreich fchon immer vor-handene Agitation gegen den russischen Staatskredit einen fruchtbarenBoden fand. Gerade iu jcucr Zeit, am 15. März, erschien in derRevne" ein viel beachteter Aufsatz unter dem TitelWie retten wiruusere ueun Milliarden?", von dem schon tagelang vorher Aus-hängebogen an die Presse gegeben worden waren.

Die erste innere Anleihe von 1W5.

Nachdem die Verhandlungen über eine in Frankreich nnterzn-bringende Anleihe wenigstens vorläufig als gescheitert anzusehenwaren, blieb der russischen Finanzverwaltung nicht allzuviel Zeit fürdie Beschasfuug ueuer Mittel. Wie stark die verfügbaren Beständedamals durch den Krieg bereits aufgebraucht warcu, ergibt sich da-raus, daß das Guthaben der Nentci bei der russischen Reichsbauk, dasam 1./14. Januar 1905 noch 154,8 Millionen Rubel betragen hatte,sich am 1./14. März nnr noch auf 25,9 Millionen Rubel stellte. Aller-dings stehen der russischen Finanzverwaltung außer dem Guthabenbei der russischen Neichsbank noch andere Bestände zur Verfügung,z. B. die Barvorräte der staatlichen Kassenverwaltung und die Gnt-