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scheinen können. Der russische Staatsschatz brauchte zu diesem Zweckuicht einmal den Kredit der Bank in Anspruch zu nehmen, sonderntonnte sich damit begnügen, größere Beträge aus seinem bei der Bankstehenden Guthaben zn entnehmen.
Die russische Finanzverwaltnng hat jedoch während des Kriegesbei verschiedenen Gelegenheiten zu erkennen gegeben, daß sie ohnezwingende Notwendigkeit nicht gewillt sei, von diesem Mittel eine»ausgiebigeu Gebrauch zu machen. Iii einer offiziellen Auslassung,die der Petersburger „Negieruugsbote" am 13. Mai 1W4 veröffent-lichte, wurde über diesen Punkt solgendes ausgeführt:
„. . . So verführerisch auch auf den ersten Blick die Möglichkeiterscheinen könnte, die gesamten Kriegskosten einzig uud allein mitdeu Mitteln zu bestreiten, welche durch die normale Elastizität desNotenumlaufs geliefert werden könnten, fo glaubt doch das Fiuauz-ministerium, sich dieses Weges nicht bedienen zu dürfen. Die Klug-heit gebietet, vor allem in Kriegszeiteu, die verfügbaren Mittel nichtzu erschöpfen; sie macht es zur Pflicht, den Bestand eines Geldsystemsuicht in Frage zu stellen, das mit so vieler Mühe aufgebaut wordenist und von dem das wirtschaftliche uud finanzielle Gedeihen desLandes abhängig ist."
Die wiederholten Erklärungen, daß die russische Negieruug vonder Möglichkeit, die Kriegsbedürfnisse dnrch ein Zurückgreifen ausdie Goldbestände oder das Notenrecht der Bank zn decken, keinen Ge-branch machen wolle, um uicht die verfügbaren Mittel vor der Zeitzu erschöpfen nud die Valuta zu gefährden, können natürlich nichtdahin verstanden werden, daß die Regierung sich aller und jeder Mit-wirkung der Bauk bei ihre» sinauzielleu Operationen, auch eiuer sol-chen, welche die Bank sür deu Staat iu friedlichen Zeiten leistet, habeentäußern »vollen. Auch in normalen Zeiten läßt die russische Fiuauz-verwaltuug einen großen Teil ihrer Kassengeschäfte durch die Bautbewirte», und sie hält zu diesem Zweck bei der Bank, wie bereits er-wähnt, ein sehr beträchtliches Guthaben, dessen Höhe je nach derStärke des staatlichem Kasseubedarfs und Kasseubestaudes Schwan-kungen unterliegt. Wir brauchen uns nur zu vergegenwärtigen, daßz. B. bei unserer deutscheu Reichsbauk die öffeutlicheu Guthaben ge-schwankt haben im Jahre 1904 zwischen 261.2 nnd 117,3 Millionen,