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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
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152 zweiter Teil. ?ic finanziellen Uriegsmaßmihmeii.

Mit dieser Anleihe waren die durch das Kriegsbudget für1994/95 genehmigten Anleihekredite erschöpft. Die für den Krieg zurVerfügung gestellten Mittel beliefen sich nunmehr auf etwa ölt) Mil-lionen ?)en und blieben mithin nicht allzuweit hinter den bis zu der-selbe!, Zeit von Rußland für den Krieg bereitgestellten Mitteln (etwat)35 Millionen Rubel) zurück.

Die zweite Ausländsanleihe.

Gleichwohl hat Japan sich veranlaßt gesehen, zn derselben Zeit,in der es die eben erwähnte innere Anleihe zur Begebung brachte,auch eine nene Auslandsanleihe mit dem gleichen englisch -amerika-nischen Bantensyndikat abzuschließen, das im Mai 1994 die Emissionder ersten japanischen Ausländsanleihe übernommen hatte. Es han-delte sich dieses Mal um eine Anleihe im Betrage von 12 MillionenPfd. Sterl. ^ etwa 120 Millionen Jen, bestehend in Schatzscheinen,die mit (> Prozent per annum verzinslich nnd spätestens am 5. Ok-tober 1911 zu Pari einzulösen sind; jedoch hat die japanische Negierungsich vorbehalten, die Schatzscheine schon vom 5. April 1907 ab mithalbjähriger Kündigung zurückzuzahlen, zn demselben Termin, zudem auch die im Mai in London und New-Aork begebenen Schatz-scheine gekündigt werden können. Für die nenen Schatzscheine haftendie bereits für die erste Ausländsanleihe verpfändeten Zölle anzweiter Stelle.

Der Begebnngsknrs der neuen Schatzscheine wurde auf 99^ Pro-zeut festgesetzt, während die Emission des gleichen Typus im Mai zneinem Knrs von 93i^> erfolgt war. Nach Abrechnung der Garantie-provision nsw. blieb für die japanische Negierung ein Reinerlös von86^ Prozent. In Anbetracht der spätestens nach 7 Jahren erfolgen-de» Rückzahlung zn Pari gewährt die neue Auleihe den Zeichnerneine effektive Verzinsung von 8,1 Prozent, die effektive Zinsbelastungfür den japanischen Staat stellt sich ans 9,1 Prozent. Sollte dieRückzahlung schon im Jahre 1997 erfolgen, würde sich die tatsächlicheVerzinsung nnd Zinsbelastnng noch entsprechend höher stellen.

Die Auleihe ist abermals zur Hälfte in London , znr anderenHälfte in New-Aork untergebracht worden: sie soll in London 8 bislOmal überzeichnet worden sein. Die zu einem um 3 Prozent höheren