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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
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161
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II. Japan .

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ebenso läßt eine Bilanz der seit dem Beginn des Jahres 1903 fürJapan verfügbaren Mittel die Angabe Takahashis glaubhaft er-scheinen. Zu dem iu das ueue Jahr herübergeuommenen Bestandvon 165 Millionen Aen waren als Erlös aus der auswärtigeu An-leihe uud den beiden inneren Anleihen rund 43V Millionen Jen hin-zugetreten, ferner der auf ruud 60 Millionen Neu zn veranschlagendeErtrag der Kriegsstenern für das l. Halbjahr 1903, außerdem Zu-weisungen aus Spczialfouds uud dem Budgetüberschuß, so daß sichein Gesamtbetrag verfügbarer Mittel von rnud KM Millionen Jenergibt. Auch weuu man die monatlichen Kriegsausgaben aus80 Millionen Jen veranschlagt, also nahezu doppelt so hoch, als sieim Jahre 1904 gewesen waren, und nm 13 Millionen Uen höher, alssie sich nach dem Kricgsbudget für 1903/06 bei einer Jahresansgabevon 780 Millionen Jen berechnen, so ergibt sich sür das erste Halb-jahr 1903 ein Kriegsanfwand von nnr 480 Millionen M» gegenüberden bereitgestellten Mitteln im Betrag vou 080 Millionen Jen, sodaß mithin am Beginn des zweiten Halbjahrs 1903 ein noch verfüg-barer Bestand von 200 Millionen Yen verblieb. Das Bestreben desjapanischen Fiuanzministers, gerade angesichts der Friedensverhcmd-luugen seine bereiten Mittel möglichst zn verstärken, ist durchaus be-greiflich. Sein Gegeukontrahent verfügte iu dem Goldbestande seinerReichsbank über mehr als 1 Milliarde Rnbel effektiven Goldes, ansdie er zum Beweis der finanziellen Möglichkeit einer Weiterführungdes Krieges hiuzeigen konnte. Japan dagegen hatte neben den nochnicht verausgabten Beständen seiner Staatskasse in seiner Zentral-bank nnr einen Goldbestand in Höhe von nicht viel mehr als100 Millionen Jen. Wenn also im Hinblick ans die Friedensver-handlungen Japan sich in finanzieller Beziehung eine mich nnr an-nähernd gleich starke Position wie Rußland schaffen wollte, dann wardie Vermehrung seiner verfügbaren Mittel durch eine weitere großeuud sofort aufzunehmende Ausländsanleihe das einzige Mittel.

Eine Einigung wurde rasch erzielt. Die uene Anleihe im Be-trage von abermals 30 Milliouen Pfd. Sterl. wurde als eineII. Serie der im März 1903 aufgenommenen Ausländsanleihe ge-staltet nnd mit dieser iu bezug auf Verzinsung, Rückzahlung undKnndignngsbcfugnis genan gleich behandelt? ebenso dienen auchdieser II. Serie die Erträgnisse des Tabakmonopols, allerdings erst

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