164 zweiter Teil, ?ie finanziellen Rnegsnmsjncchmen,
Der Krieg hat niithi» die japanische Staatsschuld von 300 ansIM) Millionen Jen erhöht, also ans mehr als den dreifachen Betragihres Standes vor dein Kriegsausbrüche, Von der Staatsschuld be-fanden sich vor dein Kriegsausbruche etwa 200 bis 230 Milliouen)>1en in fremden Händen, Dieser Betrag wurde vermehrt einmal umdie 800 Millionen Den Kriegsanleihen, dann durch die Beteiligungdes Auslandes au den zwei letzten inneren Anleihen, die man Wohlans die Hälfte des Nennbetrages — also zusammen ans 100 Millio-nen Aen — veranschlagen darf. Das gibt eine Vermehrung der Aus-landsschuld ans ungefähr 1100 bis 1160 Millionen Yen. Das jähr-liche Zinserfordernis der japanischen Anleihen hat vor dein Kriegs-ausbruch etwa 26 Millionen betragen, dasjenige der Kriegsanleihenbeziffert sich auf 03,25 Millionen Neu: dnrch die Kriegsanleihen istalso der jährliche Zinsendienst der Staatsschuld — abgesehen vonjeder Tilgung — auf mehr als 90 Millionen I)en gebracht worden.Was das für den japanischen Staatshanshalt zu bedeuten hat, er-gibt ein Vergleich mit den bisherigen ordentlichen Einnahmen. Inden letzten beiden Jahren vor dem Kriege, 1902/03 und 1903/04,haben diese 221,2 bzw. 224,2 Millionen Jen betragen; davon würdenallein die Anleihezinsen, ohne jede Berücksichtigung einer Tilgung,etwa 40 Prozent ausmachen. Au das Anstand, an das bisher jähr-lich etwa 10 bis 12 Millionen Den an Zinsen für die Staatsschuld zuentrichten waren, sind nach dem gegenwärtigen Stand nahezu00 Millionen Jen zu entrichten, ein Moment, das bei der Passivitätder japanischen Handelsbilanz nicht leicht genommen werden darf.Ebenso wie für Rußland wird feruer auch für Japan der Friede mitneuen Aufgaben anch die Notwendigkeit weiterer Anleihen bringenund damit die ans dem Krieg sich ergebende finanzielle Belastungnoch steigern. Solche Betrachtungen lassen erkennen, was es fürJapan bedeutet, daß es im Friedensschluß eiuc Kriegskostenentschädi-gnng nicht hat erreichen können.
Z. Dir Inanspruchnahme drr Bank von Japan zu den
Kriegszwecken.
Die schwere Belastung, die Japan sich genötigt sah, seiner Be-völkerung durch Kricgsstcuern nud seiueu Finauzcu durch die neuenSchuldeii aufzuerlegen, ferner die harten Bedingungen, denen