wesentlichen durch die Einzahlungen des Staates bei der Bank ausdem Erlös der Märzanleihe bedingt. Nach dein letzten vorliegendenAusweis vom 23. September betrug der effektive Goldbestand 105,0,der Bestand an Goldwechseln 16,9 Millionen Aen, zusammen 121,9Millionen Neu. Der gleichzeitige Notenumlauf betrug 252,5 Mil-lionen Je», so das; nahezu die Hälfte der Noten durch Gold gedeckt war.
Die im Jahre 1905 durch die Auslandsanleihen herbeigeführteBesseruug in dem Stande der Bank und den Verhältnissen des Geld-wesens findet ihren Ausdruck auch in der günstigeren Gestaltung derGoldbilanz. Während im Jahre 1901 der oben dargestellte Gold-absluß im Betrage von 100 Millionen Jeu stattgefunden hatte, ist inder ersteu Hälfte des Jahres 1905, trotz einer weiteren erheblichenVergrößerung des Passivsaldos der Handelsbilanz, ein Goldzuslnßeingetreten, der auf 10,3 Millionen Jen beziffert wird.
Für die Beurteilung der Einwirkungen des Krieges ans dieBank von Japan und den Geldumlauf des Landes ist zu berück-sichtigen, daß die Bank von Japan nicht in derselben Weise znr Be-streitung des Geldbedarfs auf dem Kriegsschauplatze herangezogenworden ist, wie die russische Reichsbank. Wir haben gesehen, daß dieVermehrung des Notenumlaufs der russischeu Neichsbank, soweit siedie gleichzeitige Vermehrung des Goldbestandes der Bank übersteigt,im wesentlichen durch die Verausgabung von Nnbelnoten ans demKriegsschauplätze ihre Erklärung findet. Die Japaner dagegen habe»in Korea und der Mandschurei ueben den Noten der Bank von Japanund dem baren Gelde eigene Kriegsbanknoten verausgabt, deren Zir-kulation Ende 1901 auf 03 Millionen Jen beziffert wurde. Ebensowie die Russen haben auch die Japaner znr Aufrechterhaltung desKurses einen Silberfonds bereitgestellt. Aber die Sache scheint hiernicht ganz richtig funktioniert zu haben, und zwar infolge der zngroßen Langsamkeit in der Beschaffung des benötigten Silbers. DieKriegsbanknoten erlitten Ende des Jahres 1901 in Iiukau eineKurseiubuße vou 10 Prozent. Die ?)okohama-Specie-Bank soll sichgeweigert haben, die Kricgsbanknoten überhaupt zu irgend einemKurse anzunehmen, nnd die fremden Banken sollen sie nur mit einemAbschlag von wechselnder Höhe akzeptiert haben.") Es ist Wohl an-
Vgl. „Frankfurter Zcitunc," vom L7. Dezcmber