170 Zweiter Teil, Die finanziellen Kricgsmaßnahmcn,
tun, war der erzielte Erfolg nicht allzugroß. Eine eigentümlicheIronie des Schicksals ist, daß die Amerikaner , die in jener Zeit anFrankreich für die Ablösung des Panamakanals große Zahlungen znleisten hatten, das in San Franziska ankommende japanische Goldsofort nach Paris weiter dirigierten, wo es zum Teil zn Einzahlungenauf die im Mai aufgelegte russische Anleihe Verwendung fand.
Auch die Auslandsauleihen des Jahres 1904 haben den Goldab-slnß von der Mitte des Jahres an nnr etwas einzuschränken ver-mocht, aber nicht zu einem Nückimport des abgeflossenen Goldes ge-führt.
Das Ergebnis des Jahres 1904 für das japanische Geldwesenwar folgendes:
Das Jahrbuch des japauischeu Finanzministers beziffert den Be-trag der im Lande vorhandenen Goldmünzen für 1903 ans101,8 Millionen Yen, für 1904 nnr ans 37,6 Millionen Yen; wennder davon in der Bank von Japan liegende Betrag für 1903 auf81,3 Millionen und für 1904 auf 17,3 Millionen Jen angegeben wird,während die Ausweise der Bank für Ende 1903 einen Goldbestand(ohne Auslaudswechsel) von 117 Millioneu Jen, für Ende 1904 einensolchen von 79,9 Millionen Uen angeben, so muß die für Ende 1904sehr erhebliche Differenz zwifchen Goldbestand uud Goldmünzen ent-weder ans Barren und ausländischen Goldmünzen bestanden haben,oder die Bank rechnet im Ausland stehende Goldguthaben uud Gold-depots in ihren Goldbestand ein. Jedenfalls stand Ende 1904 einemNotenumlauf von 286,0 Millionen Jen ein Kasseubestand der Bankan japanischen Goldmünzen in Höhe von nur 17 Millionen Dengegenüber.
Im Jahre 1905 haben sich die Erträgnisse der großen Auslauds-anleiheu günstig fühlbar gemacht. Von Anfang Februar an ist indein Goldbestande der Bank und in dem Staatsguthabeu der Erlösder Novemberanleihe festzustelleu. Am 18. Februar erreichte derGoldbestand einschließlich Auslandswechsel mit 140,5? Millionen Yenseinen höchsten Stand im bisherigen Verlauf des Krieges. Weuudann auch bis Mitte April wieder eiue starke Abschwächuug eintrat(bis auf etwa 102 Millionen Z)en), so brachte doch der Mai, im offen-baren Znsammenhang mit der Märzanleihe, eine neue Besserung. Dienicht allzn großen Schwankungen in den seither verflossenen Monatensind ebenso wie die Schwankungen des Darlehens nn den Staat im