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Das Geld im russisch-japanischen Kriege : Ein finanzpolit. Beitrag z. Zeitgeschichte von Karl Helfferich / [Helfferich, Karl]
Entstehung
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181
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I, Rußland , 181r^sis r^-is r-sn i-s-i? c-s? c-s^s cs? r-s? c^-v? r^-i? r-^-i? c-si» r^>? c^->s»?, l?^? r^>? cz^ii r-^iv

1904:

1903:

1902:

1901

Ausfuhr. . . .

955

950

825

730

Einsuhr . . . ,

534

«03

529

533

Aussuhruberschuß,

371

347

296

197

Daß unter diese» Verhältnissen ein Export von Gold nicht statt-fand, daß vielmehr der ganze Ertrag der russischen Goldgewinnungdes Jahres 1904 znziiglich eines geringfügigen Einfuhrüberschussesim Jnlaude verblieb, Ivnrde bereits erwähnt.

Trotzdem war zeitweise eine gewisse Bennrnhignng über dasSchicksal der russischen Valuta vorhanden, was sich namentlich in deu ersten Wochen des Krieges dnrch einen relativ niedrigen Kursstanddes Rubels äußerte. Der Krieg mußte naturgemäß eine Steigerungder Nachfrage nach Zahlungsmitteln fiir das Ausland hervorrufen.Neben de» au das Ausland fiir Kriegsmaterial usw. zu leistendenZahlungen kam bei Rußland vor allem die Möglichkeit in Betracht,daß die im Ausland untergebrachten russischen Werte infolge derdurch den Krieg heraufbeschworenen Gefahr größerer Kursverluste inbeträchtlichem Umfange nach Rußland zurückgeschoben werden könnten.In der Tat hat ein solcher Rückfluß russischer Werte während desKrieges zeitweise in nicht unerheblichem Maße stattgefunden. Fernerist es begreiflich, daß in solchen Zeiten die ausländischen Geldgeberihre Forderungen möglichst rasch zn realisieren suchen und daß vorallem die Zurückziehung kurzfristig ausgeliehener Kapitalien erfolgt.Wenn auch Rußland infolge seiner im Jahre 1904 sehr günstigenHandelsbilanz und vermöge der Auslandsguthaben des Staats-schatzes und der russischen Neichsbauk im ganzen diesen ungewöhn-lichen Ansprüchen hat genügen tonnen, ohne überhaupt Gold au dasAusland abzugeben, so hat sich doch in einzelnen kritischen Augen-blicken der russische Geldmarkt in Sorge darüber befunden, wie demungewöhnlichen Geldbedarf fiir das Ausland genügt werden könne.In solchen Augenblicken sind jedoch Neichsrentei nnd Neichsbaukhelfend und beruhigend eingetreten, indem sie dem Geldmarkte ansGrund ihrer Auslandsguthaben erhebliche Beträge von Auslauds-wechseln zn normalen Preisen znr Verfügung stellten. Die russische Reichsbank ist sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Als nachdein Ausbruche des Krieges eine starke Nachfrage nach Zahlungs-mitteln fiir das Ausland (Scheck nnd Wechsel) zu späteren Terminen