1l, Iapan, 197c^>? c7^> ^» ? r?^? c^.^ ^ ? ? r^»? c^.-»? r^--»> c^»?
sich bemüht, einen inöglichst großen Teil der Kriegskosten durch eineErhöhung der Besteuerung zn decken. Aber wir haben gesehen, das;trotz der heroische» Anspannung der Stenerkraft aus dieser Quellenur ein relativ geringfügiger Beitrag (bis Ende September 1W5etwa 137 Millionen Jen) zn den enormen Kriegskosten geschöpftwerden konnte. Auch bei Japan lag der Schwerpunkt der Geld-beschaffung für den Krieg in den Kreditoperationen. Der Nennbetragder von Japan aufgenommenen .Kriegsanleihen ist oben ans 12M Mil-lionen I)en, ihr Reinerlös auf 1134,5 Millionen?)en berechnet, daznkommen die bei der Bank von Japan aufgenommenen 31 MillionenJen. Der Wert des verbrauchte» und zerstörten Kriegsmaterialsist, wenn er auch nicht entfernt denselben Betrag wie auf der russischen Seite erreichte, den baren Aufwendungen hinzuzurechnen. Währendjedoch für Rußland den verausgabten Snmmen nnd zerstörten oderverlorenen Werten keinerlei Kompensation gegenübersteht, weist dieBilanz des Krieges für Japan neben den enormen Ausgaben auchansehnliche Aktivposten auf. Abgesehen von dem Landerwerb, dender Krieg den Japanern brachte, nnd abgesehen von der Vorherrschaftin Korea und der Mandschurei stellen der an Japan abgetretene Teilder mandschurischen Eisenbahn nnd andere in die Hände der Japanergefallene russische Besitzstücke der verschiedensten Art einen Wert dar,der Wohl auf mehrere hundert Millionen Jen veranschlagt werdenkann. Anch aus der Abrechnung über die Unterhaltungskosten derbeiderseitigen Gefangeneu hat Japan noch einen nicht unerheblichenBareingang zn erwarten.") Aber auch nach dieser Gegenrechnungbleibt für die japanischen Staatsfinanzen eine enorme Belastungübrig, die in der Tatsache, das; die Staatsschuld durch den Krieg ansmehr als das Dreifache erhöht worden ist und daß die reinen Zinsender Staatsschuld heute etwa 40 Prozent der ordentlichen Einnahmender letzten Rechnungsjahre vor dem Kriege ausmachen, ihren Aus-druck findet.
Ehe wir die Momente untersuchen, die für die Frage von Wich-tigkeit sind, wie Japan diese Belastung in der Zukunft wird tragen
*) In der „Frankfurter Zeitung" vom 30. August 1905 (Abendblatt ) wird derWert der an Japan zedierten Strecke der mandschurischen Bahn einschließlich derin Port Arthur und anderwärts von den Japanern beschlagnahmten russischenBesitzstucke auf etwa 800 Millionen Mark, die von Japan zu erwartende Ent-schädigung sür die Unterhaltung der Kriegsgefangenen auf 200 Millionen Markgeschätzt.