III. Der internationale Geld- und Kapitalmarkt. IZs)? r^"»? ^> ? r^»? r7^^ r^>? r^^, ? r^» ? r^-»> r^^.? r^» ? r^» ?
in Frage zu stellen drohte. Außer den zunächst betroffenen russischen Werten wurden nahezu alle Effektenklassen der europäischen Börsenvon diesen Vorgängen in Mitleidenschaft gezogen. Die Verkündigungdes Versassungs-Manifestes des Zaren schien zwar alsbald wiedereinen Umschwung zu bringen (vgl. die Kurse am 31. Oktober); dieFortdauer der Wirreu in Rußland verhinderte jedoch eine nachhaltigeBesserung der russischen Kurse, und die Anspannung des deutschenGeldmarktes veranlaßte im November einen neuen Rückgang derleitenden deutscheu Divideudenpapiere.
Eine bemerkenswerte Ausnahme iu der gegenüber dem Beginndes Jahres 1904 im allgemeinen zu konstatierenden Steigerung derKnrse machen die deutschen Reichs- und Staatsanleihen. An sich istes ja klar, daß fest verzinsliche Papiere in ihrer Kursbewegunganderen Gesetzen unterliegen als Dividendenwerte, deren Erträgnissesich in Zeiten eines guten Geschäftsganges steigern. Aber es mußdoch zum Nachdenken veranlassen, wenn man sieht, wie die deutschenAnleihen heute einen niedrigeren Kurs haben als zu Beginn desJahres 1904, während die französischen uud englischen Staatspapierein der gleichen Zeit eine Knrsaufbessernng zu verzeichnen haben. DieZprozentige deutsche Neichsanleihc ist von 91,79 unmittelbar vor demAusbruch des rnssisch-japauischen Krieges bis auf 89 am 20. Februar1904 herabgegangen, hat sich dann im zweiten Quartal zeitweise bisauf 90,!50 erholt, um in den letzten fünf Monaten des Jahres 1904zwischen 89 und 90 zn schwanken. Im Jahre 1905 war der höchsteKurs 91,80 im Februar, aber bald trat ein erneuter Rückgang ein, sodaß der Oktober 1905 mit einem Kurs von 89,10 schloß, nachdem kurzvorher — infolge der russischen Krise — ein Knrs von nur 88,70 ver-zeichnet worden war. Der Kurs der Zprozentigen französischen Rentedagegen, der von 97,52 unmittelbar vor dem Kriegsausbruch auf 93,55am 20. Februar gesunken war — also stärker als die deutschen An-leihen —, hat schon Ende Juni 1904 mit 98,05 wieder einen höherenKurs erreicht als vor dem Kriegsausbruch nnd notierte Ende Okto-ber 1905 mit 99,82 um 2,30 Prozent höher als vor dem Beginn derFeindseligkeiten. Ähnlich entwickelte sich der Knrs der englischenZprozentigen Kvnsols, die Ende Oktober 1905 um 1^ Prozenthöher standen als vor dein 5irieg?anSbrnch. Dagegen haben die 3pro-zentigen ReichSanleihen in derselben Zeit 2,00 Prozent eingebüßt.