meint Verfasser (wahrscheinlich Karl Seyffart. um1660), man müsse die Frauen Göttin titulieren usw.
Man muß sich wünschen offt zum schwartzen Floch zuwerden,
Zu hüpffen in das Bett, sonst oder an der Erden.Ja mancher wünscht offt: Ach wäre ich die Sach,Darauff das Jungfervolck sich setzet im Gemach,Ach war ich doch die Schürtz, das Hündgen und das Kät :-gcn usw.
Dieser alle Manneswürde verleugnende, aktiv sich be-tätigende Masochismus findet einen weiteren Verteidigerin der Person des bekannten Dichter-Zeichners AubreyBeardsley , der sich in „Venus und Tannhäuser" fol-gendermaßen mit seinen Wünschen manifestiert:„Ganz entfernt am Rande der Wiese saß ein Jünglingunter einem Rosenbusch und nahm einsam sein Früh-stück. Nervös wendete er die aufgetragenen Speisen, aberdie meiste Zeit saß er ganz reglos da in seinen Stuhl zu-rückgelehnt und schmachtete zu Venus hinüber. Aufeine Frage des Chevaliers antwortete die Göttin: ,Diesist Felix!' Und sie erzählte ihm, weshalb jener ein soeigentümliches Renehmen zur Schau trage. Felix saßda und wartete jedesmal, bis Venus sich auf den gehei-men Ort zurückzog. Er war ihr dort behilflich, be-diente sie sorgsam und demütig und war ganz versessendarauf, ihr die Kleider zu lösen, die Röcke zu hebenund zu sehen, wenn es fiel. Dann steckte er einen Fin-ger oder gar die gespitzten Lippen in die göttliche Ab-sonderung, bemalte sich auf eine befremdende Art da-mit und schätzte es als höchstes Glück, in solchemAugenblick dicht unter ihr zu liegen und diese ersehnteGunst zu empfangen..."
In Zeiten, da man das Natürliche zu schätzen wußte,bildete überhaupt das skatologische Moment ein beliebtes
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