„Wie sie eines Nachmittags miteinander plauderten, ihrGemahl und sie, kam ihr bei, zu ihm zu sagen: .Aber,mein Schatz, ich bitte dich, mir zu sagen, ob du michwohl liebst.' — ,Ei freilich, meine Liebe!' — ,Wiewas, mein Herz?' — ,Wie einen guten Schiß, liebstesSchwesterlein!' — .Wahrlich, Ihr achtet meiner rechtgering!' Er bemerkte diesen Unwillen und beschloß, desRats zu schaffen. Eines Tages, wie er auf dem Lande zuthun hätt, sagte er zu seiner Frau, daß er wünsche, siebegäben sich selbander hin. Worein sie willigte. Er hießsie früher aufstehen denn gewöhnlich, ehe noch dieNatur die auszuscheidenden Stoffe gehörig präparierthatte, so daß sie noch nit ihr Bedürfnis zu erledi-gen vermochte, wozu auch kam, daß er sie zu großerEile antrieb. Sie stiegen zu Pferde, er auf seinen Karren-gaul, und sie auf das wackere Lastpferd mitsamt demBediensteten, so es am Halfter führte und des unter-richtet war, was er zu thun hätt. Wie sie zwo Meilenhinter sich hatten, verspürte die Dame ein Gelüsten nachdem Misten. Aber der Diener sagte ihr, daß er sich nitgetraute anzuhalten, und daß man eilen müsse, so daßsie an sich hielt und so trefflich, daß sie sich bei ihrerAnkunft mit eins gedrängt fühlte, ihr Geschäft zu ver-richten. Und stracks lief sie zum Purgatorium, allwo siesich reichlich entleerte und mit so viel Vergnügen, daßihr die Freundschaft zu Sinn kam, so ihr Gemahl fürsie empfand. Derowegen sprach sie — zurückgekehrt:,Ei, mein Freund, nun habe ich getreulich erkannt, daßIhr mich mächtig liebt Ich habe selbiges soeben emp-funden und glaube, daß nichts so gut ist wie ein wack-rer Schiß. Nur eines hat mich traurig gemacht, ich warnämlich gar betrübt, daß ich kein Papier hatte, um mirden A ... zu wischen.' "
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