12. Kapitel. Der Geldwert. § 7.
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Weizen
Kohle
Silber
Index-zahl
TonneMark
Verhält-niszahl
TonneMark
Verhält-niszahl
kgMark
Verhält-
uiszahl
1. Zeitpunkt
2. Zeitpunkt
160180
100112,5
2010
10050
120
80
100
66,67
10076,39
Auf dieser Grundlage bauen sich eine Anzahl umfassender Preis-statistiken auf. Die unter Soetbeers Leitung vom Hamburgischenhandelsstatistischen Bureau aufgestellte Statistik umfaßte die Preisevon 100 der wichtigsten Hamburger Importartikel und von 14 der wich-tigsten englischen Exportartikel. Die durchschnittlichen Preise derJahre 1847—50 sind gleich 100 gesetzt. Die Statistik ist leider nurbis zum Jahre 1890 durchgeführt worden. 1 ) Eine zweite Preisstatistikist die des englischen Statistikers Sauerbeck, welche die Preise von45 wichtigen Großliandelswaren umfaßt, und bei der die durchschnitt-lichen Preise der Jahre 1867—77 gleich 100 gesetzt sind; sie reichtbis zur Gegenwart. Dazu kommt die Statistik, welche die LondonerWochenschrift „The Economist " fortlaufend veröffentlicht; sie beruhtauf den Preisen von 22 Artikeln und hat die Jahre 1845—50 alsj^ftisgangspunkt. Die Gestaltung der Indexzahlen und damit das Ur-teil über die Kaufkraft des Geldes hängt bei diesen Berechnungenwesentlich von der Auswahl der beobachteten Warengattungen ab.Wenn sich unter den 22 Artikeln des „Economist " die Baumwolle inverschiedenen Stadien der Verarbeitung viermal, außerdem Rohseide,Flachs,, Hanf und Schafwolle je einmal vertreten finden, sodaßalso die für die Textilindustrie wichtigen Stoffe achtmal vor-kommen, während die Nahrungs- und Genußmittel nur fünfmal ver-treten sind, dann muß natürlich die Gestaltung der Indexzahlen eineandere sein, als beispielsweise bei Sauerbeck, bei dem die Textilstoffeunter 45 Artikeln nur achtmal, die Nahrungs- und Genußmittel aber19 mal berücksichtigt sind. Wir kommen damit auf eine weitereSchwierigkeit. Zur Ermittelung der allgemeinen oder durchschnitt-lichen Kaufkraft des Geldes ist es offenbar nicht angängig, allenWaren, ob wichtig oder unwichtig, den gleichen Einfluß auf die End-ziffer, die das Preisniveau charakterisieren soll, einzuräumen. Manhat mit Recht eingewendet, daß, wenn etwa das Fleisch im gleichenVerhältnis im Preise steigt, wie der Preis von Tee zurückgeht, dieKaufkraft des Geldes gegenüber beiden Artikeln für den Konsumentennicht gleich geblieben, sondern gesunken ist; da er sehr viel mehrFleisch als Tee verbraucht, muß der Konsument zur Deckung seines
1) Die Statistik ist veröffentlicht bis 1885 in den „Materialien usw.", bis 1890 inden „Jahrbüchern für Nationalökonomie und Statistik", III. Folge, 3. Band.