]xtr M____r, Paris i855 (Bruxelles 18G7). Dieses Stück,
das in Sodom einige Tage vor seiner Zerstörung spielt,erschien zuerst in „Nouveau Theätre Gaillard" und ist,wenn man Gay 27 glauben darf, die stärkste obszöne Bur-leske skatologischer Art 28 . Und nun noch einen kurzenSprung nach Deutschland.
Goethes „Leiden des jungen Werther" (177/1) riefenbekanntlich eine ganze Flut von Spott- und Gegenschrif-ten auf den Plan. So trat unter anderen Nicolai (17-33bis 1811) mit seinen „Freuden des jungen Werther"(1775) an die Öffentlichkeit, worin Goethe gehörigparodiert wurde, was ihm dieser mit dem derben Schmäh-gedicht „Nicolai auf Werthers Grab" vergalt:
Ein junger Mann, ich weiß nicht wie,Verstarb an der HypochondrieUnd ward dann auch begraben.Da kam ein schöner Geist herbei,Der halte seinen Stuhlgang frei,Wie ihn so Leute haben.Der setzt sich nieder auf das GrabUnd legt sein reinlich Häuflein ab,Schaut mit Behagen seinen Dreck,Gehl wohl eratmend wieder wegUnd spricht zu sich bedächtiglich:„Der gute Mann, er dauert mich.Wie hat er sich verdorben!Hält' er geschissen so wie ich,Er wäre nicht gestorben!"
In dem anonym erschienenen „Marioneltentheater" desJohann Friedrich Schink, Wien, Berlin und Weimar (Berlin, Himburg) 1778, findet sich das Drama „Hans-
27 3. A., II, 376.
23 Vgl. a. Drujon, Cataloguc des ouvrages condamnes. Paris 1871),S. 110.
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