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Die Friedensbedingungen : ein Wort an das deutsche Volk / von Karl Helfferich
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Rheinufer geworfen. Wir wissen aus den von derbolschewistischen Regierung Rußlands veröffentlichtenGeheimakten, daß im Februar 1917 die französischeRegierung mit der russischen sich dahin geeinigthat, daß im Friedensschluß Frankreich Elsaß - Loth-ringen und das Saargebiet sich einverleiben undaußerdem das linke Rheinufer zu einem französischem Ein-fluß unterstehenden Pufferstaat gemacht werden sollte.Wir wissen heute ferner, daß Anfang April 1917 die fran-zösische Regierung ein Angebot des Kaisers von Österreich,mit allem seinem Einfluß sich bei Deutschland für die Be-friedigung derberechtigten Ansprüche Frankreichs aufElsaß-Lothringen"' einsetzen zu wollen, deshalb abgelehnthat, weil sie darüber hinaus die Abtretung des SaargebietsundGarantien auf dem linken Rheinufer" als unverrück-bares Kriegsziel festhielt. Jetzt, bei den Beratungen zwischenClemenceau, Lloyd George und Wilson in Versailles , hatman einen Weg gesucht, um Frankreich diesen im schrei-endsten Widerspruch zu allen Wilsonschen Grundsätzenstehenden Länder- und Menschenraub in Formen zu ermög-lichen, die schamhaft die nackte Brutalität dieser Ver-gewaltigung verhüllen sollen.

Man ist, soweit das S a a r g e b i e t in Betrachtkommt, auf den genialen Ausweg verfallen, Frank-reich als Ersatz für die Zerstörung der Kohlen-minen in Nordfrankreich das Eigentum an den Kohlenberg-werken im Saarbecken zuzusprechen und, umFrankreich die vollständig freie Ausbeutung der Bergwerke zu gewähr-leisten", Land und Menschen des Saargebiets, einschließ-lich eines beträchtlichen Teiles der bayerischen Pfalz , zu-nächst einmal von Deutschland abzutrennen und demVölkerbund" alsTreuhänder" zu übertragen.

In Wirklichkeit wird Frankreich der entscheidendeEinfluß eingeräumt. Das Saargebiet wird sofort dem fran-zösischen Zollgebiet eingegliedert; das französische Geldwird eingeführt; der französische Staat kann jederzeitalsNebeneinrichtung zu den Bergwerken" (1) Volksschulen und