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Die Friedensbedingungen : ein Wort an das deutsche Volk / von Karl Helfferich
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technische Schulen einrichten und den Unterricht darinin französischer Sprache nach einem von ihm festgesetzten,Lehrplan durch von ihm gewählte Lehrer erteilen lassen.Es behält sich außerdem vor,fremde Arbeiter" im Saar-gebiet anzusiedeln, d. h. die deutsche Arbeiterbevölkerungdurch Franzosen, vielleicht auch durch Kulis aus Cochin-china und Anain zu verdrängen. Nachdem dieses Systemfünfzehn Jahre hindurch gewirkt hat, soll, um das Dekorumzu wahren, dieBevölkerung berufen werden, ihren Willenzu erkennen zu geben" darüber, ob die durch die Friedens-bedingungen geschaffene Ordnung beibehalten oder obdie Vereinigung mit Frankreich oder die Vereinigung mitDeutschland in ihren Wünschen liegt. Nicht die Volks-abstimmung entscheidet, sondern der VölkerbundunterBerücksichtigung des von der Bevölkerung ausgedrücktenWunsches".

Und nun kommt die größte Infamie: Wenn nach fünf-zehn Jahren der Trennung und Fremdherrschaft die Be-völkerung sich für die Rückkehr an Deutschland aussprichtund der Völkerbund die Vereinigung des Saarbeckens odereines Teiles davon mit Deutschland beschließt, so hatDeutschland die Eigentumsrechte Frankreichs an den Berg-werken in Gold zurückzukaufen. Wird der Preis nichtbinnen sechs Monaten bezahlt, so fällt'das ganze Gebiet, end-gültig an Frankreich! Dafür, daß Deutschland nach fünf-zehn Jahren weder über das Gold noch über irgendwelcheandere Zahlungsmittel verfügen wird, um die Kohlenberg-werke des Saarbeckens zurückzukaufen, ist in den Friedens-bedingungen gesorgt. Also weil Deutschland die Berg-werke, die man ihm jetzt abnimmt, nach fünfzehn Jahrennicht wird zurückkaufen können, deshalb sollen Land undLeute, auch wenn sie sich dagegen sträuben und pro-testieren, zu einem Staate geschlagen werden, mit dem sienichts gemein haben. Der Satzcujus regio, ejus religio"hat hier sein Gegenstück gefunden. Jetzt wird verkündet:Wess' die Kohlen,dess'dieMenschen! Manmuß weit in der Geschichte zurückgehen, um einen schäm-