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Die Friedensbedingungen : ein Wort an das deutsche Volk / von Karl Helfferich
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loseren Länderschacher und Menschenhandel aufzudecken,als er hier zur Verhüllung einerAnnexion" verwirklichtwird; und das im Beisein und unter Kopfnicken des großenMenschheitsapostels Wilson, des Künders einer neuen Zeit,in der es nach seinen hochgeschwellten Worten nicht mehrvorkommen darf,daß Volksbestandteile wie Figuren undSteine in einem Spiel von einem Staat zu einem anderengeschoben. werden"!

Aber wir selbst wollen uns wenigstens nicht belügen:Wird der Friedensvertrag unterzeichnet, dann ist das Saar-gebiet mit seiner rein deutschen Bevölkerung, das Saar-gebiet, das seit einem Jahrtausend nur während zweierkurzer Perioden in der Hochflut der Eroberungspolitik Lud-wigs XIV. und Napoleons I. zu Frankreich gehört hat, end-gültig an die französische Fremdherrschaft ausgeliefert.

Das linke Rkeimifer.

Und nur das Saargebiet?

Nein! Dem ganzen linken Rheinufer steht einähnliches Schicksal bevor. Das Schicksal von Saarbrückenund Homburg wird geteilt werden von Speyer und Worms ,von Mainz und Trier, von Bonn und Koblenz, von Köln undAachen .

Um die Ausführung des gegenwärtigen Vertrags vonseiten Deutschlands zu sichern, werden die deutschen Ge-biete westlich des Rheins nebst den Brückenköpfen wäh-rend einer Zeit von 15 Jahren durch die Truppen deralliierten und assoziierten Mächte besetzt gehalten." Eineteilweise frühere Räumung ist vorgesehen, falls die Bedin-gungen des Friedensvertrages von Deutschland pünktlicherfüllt werden. Wenn aber während der Besetzung odernach Ablauf der 15 Jahre dieWiedergutmachungs-Kom-mission" erachten sollte, daß Deutschland seine Verpflich-tungen nicht völlig eingehalten hat, würden auch die be-reits geräumten Gebiete wieder besetzt werden. Außerdem-ist vorgesehen, daß unsere Feinde, falls a. i enachAblaufderl5Jakredie Bürgschaften

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