— 12 —
gegen einen nichtprovozierten Angriffvon Seiten Deutschlands nicht als hin-reichend betrachten", die Zurückziehungder Besatzung Struppen „in einem zur Er-langung dieser Bürgschaften für nötig e r -achtetenMaße" verzögernkönnen. Jetzt schonbehalten sich die alliierten und assoziierten Mächte vor,auf das deutsche, von ihren Truppen besetzte Gebiet eineigenesi Zollregime anzuwenden, wenn ihnen daserforderlich erscheint, „um die wirtschaftlichen Interessender Bevölkerung der von ihren Truppen besetzten deut-schen Gebiete zu sichern." Es wird also ganz in das Be-lieben unserer Feinde gestellt, das linke Rheinufer unddie Brückenköpfe, ebenso wie dias Saargebiet, dem fran-zösischen Zollgebiet, oder im nördlichen Teil dem bel-gischen Zollgebiet, anzugliedern, um jetzt schon die wirt-schaftliche Abtrennung von Deutschland durchzuführen.
Die uns durch die Friedensbedingungen auferlegtenfinanziellen und wirtschaftlichen Verpflichtungen sind, dasgeben selbst die Gegner zu, unerfüllbar. Siee,indmitAbsicht aufs Unerfüllbare gestellt, einmal, um jede prak-tische Begrenzung unserer Beraubung und Ausbeutung zuvermeiden, dann. 1 aber auch, um uns auf Grund der Nicht-erfüllung der finanziellen und wirtschaftlichen Verpflich-tungen dauernd in der Hand zu behalten und unsere Zer-stückelung vollenden zu können. Und sollten wir sie durchein Wunder pünktlich bis aufs letzte erfüllen können, dannbraucht Frankreich nur zu „erachten", daß die Bürgschaf-ten gegen einen nicht provozierten Angriff Deutschlands noch nicht genügen! Nach allem, was wir erlebt haben,kann nur ein Irrsinniger daran glauben, daß nach Unter-zeichnung der Friedensbedingungen unsere linksrheinischenGebiete jemals wieder mit uns vereinigt werden, es seidenn durch den neuen Krieg, zu dem dieser Frieden denKeim in sich trägt. „D erganze Kriegistgemachtworden, damit wir an den Rhein kommen.