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Wir sind da, wir bleiben da!" s,o schrieb kürz-lich das Pariser • „Journal". Das ist der Sinn der Frie-densbedingungen. Wer diese „Friedensbedingungen"unterschreibt, der liefert das ganze linke Rheinufer mitmeinen „Brückenköpfen " sehenden Auges an unsere Feindeaus.
Das Ergebnis.
Die Friedensbedingungen bedrohen uns, auch wennich das Rheinland nicht in Rechnung stelle, mitdem Verlust von etwa einem Sechsteldes, Reichsgebiets und etwa einem Achtelder Reichsbevölkerung. Dabei wird, was unsvon Ostpreußen bleibt, als Insel im polnischen Meer, dieauf sich gestellt, nicht lebensfähig ist, von jeder Verbindungmit Deutschland abgetrennt und der Aufsaugung durchPolen preisgegeben. Von der Bevölkerung, die wir ver-lieren, ist der größere Teil deutscher Abstammung. Dieganze Ostmark, auch soweit sie von Polen bevölkert ist,verdankt ihre Kultur und ihren wirtschaftlichen Wohlstandausschließlich deutscher Arbeit und deutscher Verwaltung.
Die Gebiete, die wir verlieren, sind lebenswichtigeTeile des deutschen Volkskörpers. Straßburg war in denHänden der Franzosen stets ein Ausfalltor gegen den deut-schen Süden. Der Rhein in Frankreichs Händen bedeutetden dauernden französischen Druck auf ganz Süd- undWestdeutschland. Wir sind der unruhigen, ruhmsüchtigenund kriegerischen Macht, die Jahrhunderte hindurch unserErbfeind war und nach einem solchen Frieden mehr dennje unser Erbfeind sein wird, schutzlos preisgegeben. ImOsten rückt der unersättliche Pole auf 140 Kilometer andie Reichshauptstadt heran. Für die Ernährung unserer Be-völkerung haben allein die östlichen Gebiete, die uns ent-rissen werden sollen, ein Fünftel unserer Erzeu-gung an Brotgetreide und Kartoffeln ge-liefert. Wir verlieren ferner rund ein Drittelunserer Kohlenförderung, mehr al9 drei