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Die finanzielle Seite des russisch-japanischen Krieges
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Die finanzielle Seite des russisch -japanischen Krieges.

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der Pcipierwährung. Auch für den Staat bedeutete die Silberwährung dasselbe Hindernisfür ein etwa notwendiges Zurückgreifen auf auswärtige Anleihen wie die Papierwährung.Schließlich hatte ein Bestand an Silbergeld, der auf dem Weltmarkt nur schwer undunter Verlusten zu realisieren ist, für den Kriegsfall nicht dieselbe Bedeutung als eineletzte Reserve, wie ein überall ohne weiteres verwertbarer Goldvorrat.

Wenn die japanische Regierung sich in den 8V er Jahren trotzdem mit derRückkehr zur Silberwährung begnügte, so war dafür bestimmend die Erwägung, daßder für den Übergang zur Goldwährung erforderliche Goldbestand nur unter Opfernhätte beschafft werden können, denen damals die japanischen Finanzen noch nichtgewachsen waren.^)

Der Ausgang des chinesischen Krieges und die dem Himmlischen Reiche auf-erlegte Kontribution gaben, ebenso wie seinerzeit für Deutschland die französischeKriegskostenentschädigung, die erwünschte Gelegenheit, das für den Übergang zur Gold-währung erforderliche Gold ohne merkliche Opfer zu beschaffen. Zwar war die Kon-tribution in Silber (in Kuping Taöls) festgesetzt, aber es wurde mit China einenachträgliche Vereinbarung getroffen, in der sich China zur Zahlung der Kontributionin englischem Goldgeld bereit erklärte. Nachdem auf diese Weise die Goldbeschaffungsichergestellt war, gelangte die Goldwährung durch ein Gesetz vom 29. Januar 1897zur Einführung. Der neue Gold-Jen erhielt einen Feingehalt von genau 0,75 K Goldund entspricht in deutschem Gelde einem Werte von 2,09 Mark; die Silbermünzenwurden in ihrer gesetzlichen Zahlungskraft auf Beträge bis zu 10 Jen beschränkt.Bis zum 31. Juli 1398 wurden die umlaufenden alten Silbermünzen (im Gesamt-betrag von 75 Millionen Aen) gegen die neuen Goldmünzen eingelöst und zum Teilin Scheidemünzen des neuen Systems umgeprägt, zum Teil eingeschmolzen und verkauft.Der Gewinn bei der Ausprägung der Scheidemünzen überstieg um eine kleine Summeden Verlust beim Silberverkauf, so daß die Reform sich ohne Belastung des Staats-haushaltes vollzog.

Inzwischen ist auch die Zurückziehung des Staatspapiergeldes und der Notender Nationalbanken beendigt worden. Der Umlauf des Papiergeldes ist seit dem31. Dezember 1899, der Umlauf der Nationalbanknoten seit dem 9. Dezember 1899unter Verbot gestellt. Die geringfügigen Beträge, die nach den amtlichen Ausweisennoch nicht zur Einlösung gebracht sind, dürften wohl im Laufe der Zeit zum größtenTeil verloren gegangen sein.

Die Noten der Bank von Japan sind mithin die einzigen papiernen Geld-zeichen, die in Japan neben dem Metallgeld zirkulieren, und zwar ist der Umlaufdieser Noten beträchtlich größer als derjenige von Metallgeld. Für den 31. Dezember 1902wird der Umlauf von Goldgeld auf 89,2 Millionen Jen angegeben, der Umlauf vonSilber-, Nickel- und Kupfermünzen auf 77,1 Millionen Jen, der Umlauf an Noten der

In dem oben zitierten Bericht des Grafen Matsukata heißt es:Illat ttis Oovsrninentpnrsusä s, polioz? ^vtiiLti Isä to tilg insvitadls rssult ok ina,kiuA ^apau », äs kaoto silveroonutr/, ^vas ovvinA inaivl^ to tos Zrsg>t äiküeult^ ok g.t oiios «.eeuinulatluA a, larAs Aoläreskrvs usesssar^ toi' tds sstkdlisliinsnt ok Zolä mouoiustallism. It >vas tdouAdt kävis-Ms,tneretors, to Iso-vs tks latter, ss tlis ssoou6 snä to ks aimsä g,t, to soms mors kü,vourg,Iz1s tiins."

Marine-Rundschau. 1904. 10. Hcst. 69