1067
Millionen Den
Überschuß der
Ausfuhr
Einfuhr
Ausfuhr
Einfuhr
1882 . . .
38
29
9
1893 . . .
»0
88
2
—
1894 . . .
113
117
—
4
1895 . . .
136
129
7
—
1896 . . .
118
172
—
54
1897 . . .
163
219
—
56
1898 . . .
166
278
—
112
1899 . . .
215
220
—
5
1900 . . .
204
287
—
83
1901 . . .
252
25S
—
4
1902 . . .
258
272
—
14
1903 . . .
291
319
23
Was die Gesamtentwicklung des japanischen Außenhandels anlangt, so muß— wie bei allen Wertangaben in japanischem Gelde — stets der Umstand in Betrachtgezogen werden, daß der japanische Den in den letzten Jahrzehnten eine sehr erheblicheEntwertung gegenüber dem Gelde der Goldwährungsländer erfahren hat. Korrespon-dierend mit dieser Entwertung sind in Japan die Preise für die wichtigsten Einfuhr-und Ausfuhrwaren sehr erheblich gestiegen, teilweise auf das Doppelte und mehr. Soist der Preis des Reises von 4,71 Jen per Koku im Jahre 1887 auf 11,47 Den imJahre 1901 in die Höhe gegangen. Der Preis der Jmportbaumwolle ist in derselbenZeit von 16,64 Den pro 100 Kin^) auf 25,74 Aen, der Preis des importierten Baum-wollgarns von 31,04 Den per 100 Kin auf 54,48 Den gestiegen, während auf demWeltmarkt die Preise von Baumwolle und Baumwollgarn nicht unerheblich zurück-gegangen sind. Auch die Arbeitslöhne in Landwirtschaft und Gewerbe sind in dembezeichneten Zeitraum im großen Durchschnitt mindestens auf das Doppelte gestiegen.Ein großer Teil der Zunahme in dem japanischen Außenhandel, wie sie sich in denWertangaben in Jen ausdrückt, kommt also auf Rechnung der Entwertung desjapanischen Geldes, die sich allmählich in einer Steigerung der Preise und Löhne durch-gesetzt hat. Immerhin ist das, was auch nach diesem Abschlag an Zuwachs nochbleibt, erstaunlich genug.
Von noch größerem Interesse als die Zunahme des Gesamthandels ist jedochdie von der Zeit des chinesisch-japanischen Krieges an eingetretene Verschiebung in derHandelsbilanz. Die Zeit des ruhigen wirtschaftlichen und finanziellen Fortschritts inden Jahren 1881 bis 1393 hatte regelmäßige Ausfuhrüberschüsse gebracht, die imJahre 1892 den Wert von 20 Millionen Jen nahezu erreichten. Vom Jahre 1896an dagegen überwiegt ständig die Einfuhr, zeitweise um Summen, die für japanischeVerhältnisse sehr beträchtlich sind. Darin kommt zum Ausdruck, daß Japan auseigener Kraft den wirtschaftlichen und finanziellen Anforderungen jener Jahre nicht
1 Kin 0.6 kss.