In Versailles , im Spiegelsa«! des „Sonnenkönigs", bereitenunsre Feinde ihr Siegesfest. Einer der fluchbeladensten unter denDespoten und Eroberern, unter den Völkerbedrückern undMcnschheitsverächtern aller Jahrhunderte hat aus Blut undTmnen die goldene Pracht aufgebaut, in der die VertreterDeutschlands durch ihre Unterschrift die tiefste Schmach derzweitausendjährigen deutschen Geschichte besiegeln sollen. Siewerden, so ist es im hohen Rat unsrer Feinde beschlossen, unter-schreiben müssen, ohne ein Wort des Vorbehalts oder Einspruchs,als stumme Hunde! Sie werden unterschreiben müssen im Ange-sicht der ringsum thronenden Repräsentanten der zweiunddreiMStaaten — von Großbritannien, Frankreich und Amerika bis herabzu den Negerrepubliken Haiti und Liberia —, die sich rühmen dür-fen, nach mehr als vierjährigem Ringen mit vereinter! Kraft Herrüber uns geworden zu sein. Sie werden unterschreiben Müssen:
daß wir einwilligen in die Losreißung von Millionen unsrerdeutschen Stammesbrüder und in ihre Auslieferung an Franzosenund Belgier, an Polen und Tschechen;
daß wir uns zur dauernden Ohnmacht und Wehrlosigkeir ver-pflichten, zu Wasser wie zu Land;
daß wir auf alles verzichten, was deutsche Arbeit und deutsche Tüchtigkeit außerhalb der künftigen Reichsgrenzcn in Jahrzehntenund Jahrhunderten geschaffen und aufgebaut hat;
daß der Deutsche außerhalb unsrer künftigen Grenzen mit Per-son und Eigentum fortan rechtlos und vogelfrei ist;
daß wir im eigenen Lande uns fremder Vormundschaft unter-werfen;
daß wir als Knechte und Sklaven unabsehbare Jahrzehnte hin-durch für die Sieger fronden und hungern wollen, daß wir aufjede Besserung der Lage des eigenen Volkes verzichten;