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England und wir : Rede über Wirtschaftskrieg und Wirtschaftsfrieden gehalten vor dem Verband des Einfuhrhandels am 16. März 1918 / von Helfferich
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heute n'oU Europa für England , was den KriegsMeck anlangk/ein Nebenschauplatz, freilich mit der einen wichtigen Ausnahmeder französisch- und belgischi-flandrischen Küste.

Sind etwa die überseeischen Eroberungen für England nur Kriegsmittel? Welchen Einfluß auf die militärische Ent-scheidung kann die Wegnahme unserer Kolonien, kann der Vor!-,Marsch britischer Truppen in Syrien und Mesopotamien bejt/n-falls ausüben?

^Lm, der Zweck der Uebung liegt jenseits des Krieges lWie England unsere überseeischen Beziehungen und Nieder-,lassungen nach jeder Möglichkeit dauernd zerstören will, soiwill es von seinen Eroberungen in Afrika, Asien und der!Südsee dauernd behalten, was für die Abruudung und Er-,Weiterung seines Weltreiches brauchbar ist. Ueber die briti-schen Absichten mit unseren Kolonien hat kürzlich GeneralSmuts gesprochen. Unser Kolonial-Staatsselretär Dr. Solfhat in vortrefflicher Klarheit geantwortet; ich brauche nichtsweiter darüber zu sagen. Ueber Palästina und Mesopotamien ist in England alle Welt mit Llloyd George und BonarLaw vollkommen einig: Kann nicht an die Türkei zurück--gegeben werden, muß nach dem Selbstbestimmungsrecht derVölker Autonomie bekommen, d. h. muß ägyptisicrt werden^M. H.! Wenn wir klar sehen wollen, dann dürfen wirjWH nicht an tönende und blinkende Worte, dann müssen wirunH ausschließlich an die konkludenten Handlungender Politik und Kriegsführung unserer Feind«halten. Und diese konkludenten Handlungen ich! glaube dasWeisst zu haben ^- gestatten keine Illusion:

Unsere Feinde wollen alle Vorteile, diesie überuns oder unsere Bundesgenossen er-rungen haben, behalten; ich habe bis heutenoch keinen gehört, der ernstlich etwas her-ausgeben will. Sie wollen ebenso alle Nach-«teile aufrecht erhalten, die sie uns zugefügt

haben, mit dem ausdrücklichen Borbehalt, unsdurch Fortsetzung des Wirtschaftskrieges wei-ter zu schädigen und zu drosseln, Bon unsjver langen sie, daß wirnns aller Vorteile undPfänder entäußern, die wir erkämpft haben,daß wir alle ihnen zugefügte Nachteile wieder«gutmachen, und darüb er hin aus, daß wir gutes!d«»t!che-Z Ha«5>« das fi« juzts mit allem An^